Winfried Hermann und Weitere posieren vor dem Tunnelbohrer SUSE (Foto: SWR)

Feier unter der Erde Tunneldurchbruch für Stuttgart 21 auf den Fildern

Am Montag ist ein weiterer Tunneldurchbruch für das Bahnprojekt Stuttgart 21 gefeiert worden. Der 9,5 Kilometer lange Fildertunnel ist fast fertig gebohrt.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Der Tunnelschlussstein muss noch eingebaut und die letzten Meter in Richtung Innenstadt müssen noch gebohrt werden. Ein schwieriges Unterfangen, denn der Abstand zwischen Tunnelröhre und dem darüber liegenden Kernerviertel ist gering. Dort arbeiten die Mineure konventionell mit Bagger und Meißel, um die Häuser nicht weiter zu beschädigen. Aber "Suse" hat ihre Arbeit erledigt.

"Suse" wird abgebaut

"Suse" ist eine Abkürzung und steht für "Stuttgart-Ulm schneller erreicht". Die 120 Meter lange Tunnelbohrmaschine haben Bahnchef Richard Lutz und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) feierlich aus dem Dienst entlassen. Sie wird jetzt auseinander gebaut. Denn der 9,5 Kilometer lange Fildertunnel ist fast fertig. Die beiden Tunnelröhren verbinden die Stadtmitte mit den Fildern. Der Fildertunnel ist der längste Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart 21 und laut Bahn einer der längsten in Deutschland.

Pressefotografen machen Bilder vom Bohrer "Suse" (Foto: SWR)
Der 120 Meter lange Tunnelbohrer "SUSE" wird wieder abgebaut

Bahnchef und Verkehrsminister feiern

"Der Fildertunnel als Scharnier zwischen Talkessel, Flughafen und Neubaustrecke ist ein wesentlicher Teil des Projekts", sagte Bahnchef Lutz. Mit ihm und der Neubaustrecke werde der Regional- und Fernverkehr in Richtung Ulm, aber auch nach Tübingen beschleunigt, sagte Verkehrsminister Hermann. Außerdem entlaste der Tunnel die S-Bahn.

S21-Kritiker von Hermann: "Fildertunnel größter Quatsch"

S21-Kritiker Matthias von Hermann bezeichnete den Fildertunnel allerdings als "größten klimapolitischen und verkehrspolitischen Quatsch". Der Fildertunnel sei extrem steil. Man brauche viel Energie um hochzufahren und auf der anderen Seite fahre man wieder runter nach Wendlingen (Kreis Esslingen). "Das ist in Zeiten des Klimawandels nicht zu verantworten", so von Hermann im SWR.

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