Hinweisschild in Hamburg (Foto: picture-alliance / dpa)

Fahrverbote in Stuttgart ab 2019 Das sind die Ausnahmen

Ältere Diesel dürfen ab 2019 nicht mehr in die Stuttgarter Innenstadt fahren. Darauf hat sich die Landesregierung geeinigt. Doch es gibt einige Ausnahmen und Sonderregelungen.

Stuttgarter Anwohner müssen sich von der Vorstellung einer dauerhaften Ausnahme verabschieden. Zwar ist für sie eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2019 vorgesehen, dann dürfen jedoch auch sie ihre Diesel mit Euro-Norm-4 oder schlechter nicht mehr in der Innenstadt fahren. Im Gegenzug soll es Vergünstigungen beim öffentlichen Nahverkehr geben.

Das Handwerk soll sich dazu verpflichten, seine Flotten zu erneuern, und darf so zunächst weiter in die Stadt fahren. Die konkrete Ausgestaltung der Ausnahmen für Handwerker steht aber noch aus. Um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, gibt es auch beim Lieferverkehr dauerhafte Ausnahmen von Fahrverboten.

Von Fahrverboten ausgenommen:

  • Fahrten zur Versorgung des Lebensmitteleinzelhandels, der Apotheken, Altenheime und Krankenhäuser
  • Fahrten für soziale und pflegerische Hilfsdienste
  • Fahrten bei medizinischen Notfällen
  • Krankenwagen sowie Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Zoll, Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Müllabfuhr
  • Fahrten von Menschen, die Schichtdienst leisten und deshalb nicht auf den öffentlichen Nahverkehr ausweichen können
  • Menschen mit Behinderungen, die einen blauen oder orange-farbenen Parkausweis haben, sowie Menschen mit Schwerbehindertenausweis
  • Kleinbetriebe wie beispielsweise Privatfahrschulen, wenn durch das Fahrverbot ihre Existenz gefährdet ist
  • Mobile Maschinen und Geräte sowie Arbeitsmaschinen, Landmaschinen und Zugmaschinen

Außerdem dürfen auch Motorräder, Mofas und dreirädrige Fahrzeuge weiterhin in die Stuttgarter Innenstadt fahren. Auch Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen sind von den Fahrverboten nicht betroffen.

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