Der neue Radschnellweg durch den Sindelfinger Wald mit Fahrradpiktogramm (Foto: SWR, Fotograf Leonore Kratz)

Umweltschonende Mobilität in der Region Stuttgart Erster Radschnellweg zwischen Böblingen und Stuttgart eröffnet

Der erste Radschnellweg in Baden-Württemberg ist für den Radverkehr freigegeben. Mit der neuen Strecke soll vor allem Pendlern der Umstieg vom Auto zum Rad schmackhaft gemacht werden.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Für eine klima- und umweltschonende Mobilität in Baden-Württemberg und besonders in der Region Stuttgart sei das ein wichtiger Meilenstein, so Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bei der Eröffnung des Radschnellwegs. Über 100 Radler haben die neue Strecke mit dem Minister - der auch sein Fahrrad dabei hatte - eingeweiht. Der acht Kilometer lange Weg zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart soll den Berufsverkehr entlasten und die Radfahrer ohne Stress ans Ziel führen.

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Vier bis sieben Meter breiter Weg

Gekennzeichnet ist der Radschnellweg durch ein Fahrradpiktogramm, eine weiße Randmarkierung und einen zusätzlichen grünen Begleitstrich. Der vier bis sieben Meter breite Weg darf auch von Fußgängern, Fahrzeugen der Anlieger und der Forstwirtschaft genutzt werden. Als Höchstgeschwindigkeit gilt Tempo 30. Um auch in der dunklen Jahreszeit in den Waldstrecken für Sicherheit zu sorgen, ist die Stecke durchgehend beleuchtet.

Kommunen müssen für Anschlüsse in die Stadt sorgen

Aus Richtung Stuttgart beginnt der neue Abschnitt hinter einer Fuß- und Radwegbrücke über die A8 bei Stuttgart-Rohr und verläuft anschließend auf der neu ausgebauten und asphaltierten Römerstraße bis nach Böblingen und Sindelfingen. Die Kommunen müssten nun, so der baden-württembergische Verkehrsminister, selbst dafür sorgen, dass die Radfahrer einen guten Anschlussweg in die Innenstädte bekommen. Der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer (CDU) will insgesamt zehn städtische Routen und Achsen ausbauen und so ein neues Radwegnetz schaffen.

Weitere Radschnellwege geplant

Der Radschnellweg hat rund drei Millionen Euro gekostet. Für zwei Drittel der Summe kam der Bund auf, ein Drittel haben die Kommunen bezahlt. Drei weitere Radschnellverbindungen sind im Südwesten geplant. Diese sind: Heidelberg - Mannheim, Heilbronn - Bad Wimpfen und Plochingen - Esslingen- Stuttgart.

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