Ein Mann kniet an einem riesigen Wasserhahn an einem See und läßt das Wasser in hohem Bogen in den See spritzen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Marijan Murat)

Ermittlungen in Stuttgart Anzeige wegen Fischsterbens im Max-Eyth-See

Die Polizei Stuttgart geht einer Anzeige im Zusammenhang mit dem massenhaften Fischsterben im Max-Eyth-See nach. Sie richtet sich gegen unbekannt.

Die Anzeige liegt Polizei und Staatsanwaltschaft vor, von wem sie stammt, wollte die Behörde zunächst nicht bekannt geben. Vom Württembergischen Anglerverein stamme sie nicht, erklärte der Vorsitzende Hans-Hermann Schock auf SWR-Anfrage.

Wer ist verantwortlich für das Fischsterben?

Die Polizei versucht nun die Verantwortlichkeit für das massenhafte Fischsterben zu klären. Anglervereinschef Schock sagte, die Probleme mit dem mangelnden Sauerstoff im Max-Eyth-See seien "hausgemacht". Fünfmaliges Fischsterben binnen vier Jahren im Max-Eyth-See machten das überdeutlich. Die Stadt Stuttgart ist Eigner des Sees.

Zuletzt waren Anfang September 50.000 Fische im See verendet, weil der See gerade noch 1,3 Milligramm Sauerstoff enthalten hatte. Die kritische Schwelle für Lebewesen im Wasser liegt bei vier Milligramm.

Sauerstoffwerte haben sich verbessert

Mittlerweile haben sich die Sauerstoffwerte im See wieder auf neun Milligramm verbessert. Erst am Freitag hatte die Stadt eine erneute Belüftung des Sees veranlassen müssen, weil die Werte wieder schlechter geworden waren. Das Technische Hilfswerk hatte daraufhin wieder drei Tage lang Sauerstoff in den See gepumpt.

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