Suche nach einem vermissten Jungen  (Foto: SWR)

Elfjähriger wieder aufgetaucht Vermisster Junge aus Winnenden wohl in Schweden

Der vermisste elfjährige Flüchtligsjunge aus Winnenden ist nach drei Tagen Suche wieder in Schweden aufgetaucht. Für seine Reise hatte er offenbar Hilfe.

"Wir waren sehr erleichtert, als uns die Nachricht erreichte, dass der Junge wohlbehalten in Schweden ist. Er hatte sich aus eigener Initiative auf den Weg gemacht und sich nach Schweden zu engeren Familienangehörigen begeben", erklärte der Aalener Polizeisprecher Ronald Krötz am Dienstag auf SWR-Anfrage. Die Beamten hätten mit ihm über die sozialen Netzwerke Kontakt gehabt, "da hat er siganlisiert, dass es ihm gut geht, dass er sich freut, dass er bei seiner Familie ist. Für uns zeigt das natürlich auch die Tragik für so ein Flüchtlingskind, wenn es hier plötzlich in Europa auf sich allein gestellt ist und natürlich zu seiner Familie möchte."

Nachdem er am Freitag verschwunden ist, hat sich der elfjährige Vermisste aus Winnenden mit einem Facebook-Video gemeldet und gesagt, dass es ihm gut geht.

Junge kam alleine als Flüchtling nach Deutschland

Der Junge war im Alter von zehn Jahren im Mai 2018 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus dem Irak nach Deutschland gekommen. Daraufhin wurde er in einer Wohngruppe in der Winnender Paulinenpflege untergebracht. Am vergangenen Freitag war er dort nicht mehr aufgetaucht, nachdem er mittags die Stöckachschule in Winnenden verlassen hatte.

Das brachte auch für die Stöckachschule turbulente Tage mit sich. Als Schulleiterin Susanne McCafferty die Nachricht erreichte, dass ihr vermisster Schüler aufgetaucht ist, war die Erleichterung groß. "Gott sei dank, er ist wohlauf. Das haben wir auch gleich auf unsere Homepage geschrieben", sagte sie am Dienstag dem SWR. Mit den Schülern werde man darüber auch heute noch mal reden, so die Schulleiterin.

Wie schaffte es der Elfjährige allein nach Schweden?

Offen ist nun noch wie der Elfjährige allein von Deutschland nach Schweden gereist ist. Den ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte er Helfer und er sei abgeholt worden. Eine offizielle Bestätigung der schwedischen Behörden gibt es noch nicht.

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