Proteste am Porsche Museum beim Autogipfel  (Foto: SWR, Foto: Philipp Pfäfflin)

Diskussion über die Zukunft des Autos Protest beim Autogipfel im Porsche-Museum

In Stuttgart trafen sich am Freitag Top-Manager der Industrie zu einem Autogipfel. Mehrere hundert Klimaaktivisten protestierten vor dem Porsche-Museum gegen die Umweltverschmutzung durch Autos.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Rund 200 Klima- und Umweltaktivisten, so die Schätzung der SWR-Reporter vor Ort, zogen für eine Protestkundgebung vor das Porsche-Museum. In einer Mitteilung von Freitagabend sprach die Polizei von mehreren hundert Teilnehmern. Auf den Plakaten der Demonstranten stand beispielsweise: "Saubere Autos sind eine dreckige Lüge". Unter anderem sprach Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe bei der Kundgebung.

Die Demonstration lief größtenteils friedlich ab, laut Polizeibericht griffen die Beamten nach Ende der Versammlung ein: Mehrere dutzend Aktivisten hatten sich vor eine Tiefgaragenausfahrt gesetzt. Weil sie sich weigerten, aufzustehen, trugen Beamte sie schließlich weg, die Polizei ermittelt nun gegen sie.

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Auto-Manager fordern mehr Unterstützung der Politik

Porsche-Chef Oliver Blume begrüßte nach eigenen Angaben den Protest oder zumindest die Kritik. Er sieht sein Unternehmen auf dem richtigen Weg. Themen der Veranstaltung in Stuttgart-Zuffenhausen, die vom "Handelsblatt" organisiert war, waren autonomes Fahren, Fahrspaß, und E-Mobilität.

Auch die Politik solle verstärkt in die Umstrukturierungsprozesse eingebunden werden, hieß es bei der Konferenz. Porsche-Chef Oliver Blume sage, er erhoffe sich vom nächsten Spitzentreffen der Branche mit Politikern im Kanzleramt Anfang November eine klare Agenda für den Ausbau der Elektromobilität. "Das Wichtigste ist, dass wir die Aktivitäten wie ein Unternehmen organisieren", sagte der Porsche-Chef. "Wir haben im Moment noch einen riesigen Flickenteppich, wo Verantwortlichkeiten nicht klar sind. Es gibt keine gemeinsame Agenda, das Ganze durchzuziehen." Bei dem Treffen von Vertretern der Bundesregierung und der Autobranche am 4. November im Kanzleramt soll es um den Ausbau der Ladeinfrastruktur gehen.

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