Viele Menschen hinter einem Transparent (Foto: SWR, Philipp Pfäfflin)

Kundgebung in Stuttgart-Feuerbach Bosch-Mitarbeiter gegen drohenden Arbeitsplatzabbau

Der Wandel in der Autoindustrie hat die Bosch-Mitarbeiter bei einer Betriebsversammlung in Stuttgart-Feuerbach beschäftigt. Anschließend demonstrierten sie vor dem Werkstor.

Mehrere tausend Bosch-Mitarbeiter und Unterstützer haben heute vor dem Werk in Stuttgart-Feuerbach demonstriert. Sie kämpfen damit gegen den befürchteten Stellenabbau. In der Diskussion um den Diesel geht es auch um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Bosch. Der Wandel in der Autobranche macht vielen Angst. 8.000 Jobs hängen laut Betriebsrat bei Bosch in Feuerbach von der Zukunft des Diesels ab.

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"Große Verunsicherung in der Belegeschaft"

Wie geht es weiter mit dem Diesel? Wie geht es weiter mit den Arbeitsplätzen? Das waren die zentralen Fragen bei der Demonstration und der anschließenden Kundgebung vor dem Werksgelände in Stuttgart-Feuerbach. Die Verunsicherung in der Belegschaft sei groß, die Zukunft des Standorts alles andere als sicher, sagten viele Teilnehmer.

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Bekenntnis von Geschäftsleitung gefordert

Die aktuelle Diesel-Debatte, der Wandel zum Elektroauto und die Digitalisierung - all das sind Strukturveränderungen, die der Autoindustrie und ihren Zulieferern zu schaffen machen. "Wir stehen vor einem tiefen Umbruch. Das ist mehr als eine kleine Strukturkrise", heißt es in einer Stellungnahme der IG Metall. Die Gewerkschaft forderte zusammen mit dem Betriebsrat von der Bosch-Geschäftsführung ein klares Bekenntnis zum Standort und zu den Arbeitsplätzen.

"Wir können Strukturwandel, aber keinen Strukturbruch"

Uwe Gackstatter, Chef des Bereichs Powertrain Solutions, teilte mit, dass der Transformationsprozess bei Antriebssträngen in vollem Gange sei. Das habe mittelfristig große Auswiorkungen auf die gesamte Automobilbranche - nicht nur auf Bosch. Mitarbeiter gehen davon aus, dass von zehn Arbeitsplätzen im Dieselbereich ein Arbeitsplatz im Bereich der Elektromobilität übrig bleibe.

Dass das heutige Beschäftigungsniveau bei konventionellen Antrieben sinken werde, davon geht auch Uwe Gackstatter aus. Der Chef von Powertrain Solutions erklärte: "Wir können Strukturwandel, aber keinen Strukturbruch".

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