Wie viel Geld bekommen Hausbesitzer von der Bahn? Verfahren um Entschädigung für S21-Tunnel haben begonnen

Das Regierungspräsidium Stuttgart startet mehrere sogenannte Enteignungsverfahren. Es geht um den Tunnelbau für das Bahnprojekt Stuttgart 21. Das erste Verfahren hat am Freitag begonnen.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Zehn Grundstückseigentümer wollen nicht, dass der Tunnel unter ihrem Grundstück durchführt. Sie lehnen die ihnen angebotene Entschädigungssummen ab. Deshalb stehen in den nächsten Wochen rund zehn sogenannte Enteignungsverfahren beim Regierungspräsidium Stuttgart an. Am Freitag hat die die erste nicht öffentliche Verhandlung bei der Behörde stattgefunden.

Hauseigentümer bleiben Eigentümer ihrer Grundstücke

Im Grunde geht es bei dem Streit zwischen Bahn und Grundstücksbesitzern nur noch ums Geld. Denn laut Regierungspräsidium ist durch den Planfeststellungsbeschluss unstrittig, dass die Bahn die S21-Tunnel bauen und mit Zügen durchfahren darf. Die Begründung: Gemeinwohl gehe vor Einzelinteresse. Die Hausbesitzer bleiben dabei Eigentümer des Grundstücks, sie müssen aber der Bahn entsprechende Rechte im Grundbuch einräumen.

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Die Höhe der Entschädigungssumme richtet sich laut Behörde danach, in welcher Tiefe die Tunnel unter dem Grundstück durchführen, wie viel Fläche betroffen ist und welchen Verkehrswert das Gelände hat. Sollten Bahn und Grundstücksbesitzer mit der Entschädigungssumme nicht einverstanden sein, bleibt der Gang vors Gericht.

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