Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, steht vor der Urteilsverkündung mit der Aufschrift «Gilt für Diesel» vor dem Verwaltungsgericht. (Foto: picture-alliance / dpa, SWR, Marijan Murat)

BW-Trend zu Dieselfahrverboten Geteiltes Echo zu Fahrverboten in Stuttgart

Zum Jahresanfang 2019 gilt in Stuttgart ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge. Doch das stößt in der Bevölkerung auf ein geteiltes Echo. Stuttgarter urteilen anders als Pendler.

Laut dem neuesten Baden-Württemberg-Trend, den Infratest dimap erstellt hat, stößt die Regelung in der Bevölkerung auf ein geteiltes Echo. Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten im Land befürwortet ein solches Verbot, für die andere Hälfte (50 Prozent) geht das Verbot in die falsche Richtung.

Städter dafür – Pendler dagegen

Die Menschen in Stuttgart selbst sehen das anders als der Landesdurchschnitt: Hier fällt die Zustimmung für Fahrverbote tendenziell höher aus (55:43 Prozent). Umgekehrt verhält es sich im Speckgürtel von Stuttgartz (47:53 Prozent), wo zahlreiche Pendler ihren Wohnsitz haben.

Parteizugehörigkeit zählt

Die Anhänger von Grünen und Linken (jeweils 60:37 Prozent) und SPD (51:45 Prozent) sprechen sich überwiegend für Fahrverbote aus. In den Lagern von CDU (43:54 Prozent), FDP (39:57 Prozent) und AfD (21:76 Prozent) lehnen mehrheitlich Fahrverbote für ältere Dieselautos, die zu viel Stickoxid ausstoßen, ab.

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