Ronald Pofalla, Mitglied des Vorstands der Deutsche Bahn AG, bei der Bilanz-Pressekonferenz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Michael Kappeler)

Aufsichtsratssitzung der Bahn in Berlin Bahn dementiert weitere Kostensteigerungen bei S21

Stuttgart 21 soll laut Bahn nicht noch teurer werden. Entsprechende Berichte hätten mit der Wirklichkeit nichts zu tun, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.

Nachdem die Stuttgarter Zeitung über weitere Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 berichtet hatte, dementierte die Deutsche Bahn dies inzwischen. Auch der SWR hatte den Zeitungsartikel in seiner Berichterstattung aufgegriffen. Es handele sich um Spekulationen, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla am Donnerstag. "Der Bericht, der gestern im Aufsichtsrat vorgelegt wurde, macht deutlich, dass wir nach wie vor den Gesamtwertumfang einhalten." Diese Kostenprognose hatte die Bahn Anfang 2018 auf 7,7 Milliarden Euro erhöht. Hinzu kommt ein Risikopuffer von rund einer halben Milliarde Euro. Bei Baubeginn lag der Kostenrahmen mit Risikopuffer noch bei 4,5 Milliarden Euro.

Dauer

Genug Geld für die Digitalisierung

Nach Pofallas Angaben spürt die Bahn bei der Auftragsvergabe zwar, dass die Baupreise deutlich steigen. "Aber die vorhandenen Puffer haben bisher völlig ausgereicht, um diesen Baupreisanstieg abzufangen." Auch für die Digitalisierung des Stuttgarter Raums sei genug Geld vorhanden, anderslautende Berichte seien falsch, sagte Pofalla bei der Bilanzvorlage der Bahn in Berlin.

Am Rande der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch hatten etwa zwei Dutzend Kritiker des Projektes demonstriert. An dem unterirdischen Durchgangsbahnhof in Stuttgart wird seit neun Jahren gebaut. Nach Verschiebungen wird angestrebt, dass der neue Stuttgarter Hauptbahnhof Ende 2025 betriebsbereit ist.

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