Anklage wegen versuchten Totschlags Brutale Parkplatzsuche in Stuttgart vor Gericht

Am Landgericht Stuttgart wird seit Dienstag über einen tätlichen Angriff verhandelt, bei dem der Streit um einen Parkplatz mit einem Stein und brutalen Tritten ausgetragen wurde.

Der Eingang eines hohen Bürohauses (Foto: SWR)
Landgericht Stuttgart

Am ersten Prozesstag wurden die Lebensläufe besprochen und die Anklage verlesen. Danach hat sich der Streit um die Parklücke am 29. September 2018 in der Theodor-Heuss-Straße In Stuttgart ereignet. Ein Mann soll dabei zunächst mit einem Betonstein in der Hand auf einen 31-jährigen Mann eingeschlagen haben, der ihm die Parklücke weggeschnappt hatte und noch im Auto saß. Der 31-Jährige bekam von seinem Zwillingsbruder Hilfe, der neben ihm im Auto saß. Laut Anklage warfen die beiden den Angreifer dann zu Boden und nahmen ihm den Stein ab.

Heftige Tritte gegen das Opfer

Der ursprüngliche Angreifer wurde dann zum Opfer. Denn die beiden Männer begannen, auf den am Boden Liegenden einzutreten und trafen ihn mehrfach am Oberkörper und auch am Kopf. Der Mann erlitt eine Gehirnerschütterung, seine Nase und die linke Hand wurden gebrochen.


Die Anklage wirft den beiden 31-Jährigen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Ob die beiden zur Sache aussagen werden, ist noch unklar. Zur Klärung des Falls sind noch sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.

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