Eine weiße Solidaritätsfahne (Foto: SWR, Diana Hörger)

Am Schlossplatz in Stuttgart Kurden reagieren mit Protest auf türkischen Einmarsch

Am Mittwochnachmittag hat die türkische Militäroffensive in Nordsyrien begonnen. Sie war seit Tagen erwartet worden. In Stuttgart haben am Abend Kurden gegen den Einmarsch demonstrieren. 

Zu der Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz hatten syrische Kurden sowie linke Gruppierungen aufgerufen. Mehr als 250 Teilnehmer hatten sich versammelt und waren durch die Innenstadt gezogen. Die Organisatoren befürchten eine Vertreibung der Kurden in der Region und ein Blutbad unter den Zivilisten. Viele empfinden den plötzlichen Truppenabzug der USA aus Nordsyrien als Verrat.

Einmarsch der Türkei nach Nordsyrien

Die kurdische YPG-Miliz, die auf syrischer Seite ein großes Gebiet kontrolliert, war mit den USA im Kampf gegen den IS verbündet. Die Türkei hingegen betrachtet die YPG als Ableger der verbotenen Terror-Organisation PKK. Der türkische Präsident Erdogan hat angekündigt, in dem Kurden-Gebiet nach der Militäraktion syrische Flüchtlinge anzusiedeln.  

Demonstration bereits am Vortag

Mehrere hundert kurdische Demonstranten und ihre Sympathisanten waren bereits am Dienstagabend durch die Stuttgarter Innenstadt gezogen. Ihre Hauptanliegen: Nein zur geplanten Militär-Offensive der Türkei im Norden Syriens, die deutsche Bevölkerung auf Lage in Nordsyrien aufmerksam machen und Politiker zum Handeln bewegen. Am Samstagnachmittag ist erneut eine Kundgebung der Kurden in Stuttgart geplant.

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