Bahn-Neubaustrecke Wendlingen - Ulm Boßlertunnel ist im Rohbau fertig

Die Deutsche Bahn hat am Freitag den Durchschlag des Boßlertunnels bei Aichelberg gefeiert. Damit der längste Tunnel der Neubaustrecke Wendlingen - Ulm im Rohbau fertig.

Dauer

Mehr als fünf Jahre hatte sich Tunnelbohrmaschine "Käthchen" 8.800 Meter durch den Fels auf der Schwäbischen Alb gegraben. Zur Feier des Tages waren unter anderem Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann an die Baustelle bei Aichelberg (Kreis Göppingen) gekommen. Der Tunnel besteht aus zwei Röhren, die alle 500 Meter durch Querschläge miteinander verbinden sind. Er liegt auf einem der steilsten Abschnitte der Neubaustrecke.

"Die Neubaustrecke bedeutet eine deutliche Verkürzung der Fahrzeit", lobte Verkehrminister Hermann das Projekt. "Das heißt: Ulm und Stuttgart rücken näher zusammen." Statt in 54 Minuten sollen Bahnfahrer künftig nur noch 31 Minuten für die Fahrt zwischen beiden Städten brauchen. Bahnvorstand Pofalla bescheinigte dem Projekt "einen enormen Attraktivitätsschub für die Schiene als Verkehrsträger der Zukunft."

Kosten bisher mehr als eine halbe Milliarde Euro

Seinen Namen hat der Tunnel von dem Berg, unter dem er verläuft: Dem Boßler. Das Nordwestportal liegt nördlich von Weilheim (Kreis Esslingen), das Südostportal zwischen den Gemeinden Mühlhausen im Täle und Wiesensteig. Die Kosten für den Tunnel liegen bisher bei mehr als einer halben Milliarde Eur

Am 16. und 17. Juni lädt die Bahn interessierte Bürger zum Tag der Offenen Baustelle. Die ersten Züge auf der Neubaustrecke sollen nicht vor 2022 fahren.

Ein Mann steht am Eingang eines großen Tunnels an einem Mikrofon. (Foto: SWR, Foto: Jürgen Waibel)
Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Durchschlagsfeier für den Boßlertunnel Foto: Jürgen Waibel
STAND