Affenhitze auf der S21-Baustelle in Stuttgart Beton aus eisgekühlten Zutaten

Das heiße Wetter bringt auch die Fachleute auf der Stuttgart 21-Baustelle zum Schwitzen. Damit der Beton richtig fest wird, müssen die Zutaten gut gekühlt gemischt werden.

Ein Mann mit Helm steht vor einer Kühlmaschine (Foto: SWR, Jürgen Waibel)
"In diesem Behälter werden die Betonzutaten gekühlt" erklärt Fachmann Riad Jabri. Jürgen Waibel

An der Baustelle für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof werden derzeit die Kelchstützen gegossen. Die Baustelle liegt in der prallen Sonne. Die Betonmischanlage auch. Damit die Zutaten für den Beton auch richtig gemischt werden und der Beton langsam abbindet, müssen die Zutaten gekühlt werden.

Abkühlung auf vier Grad

Sand, Split und Wasser werden zunächst auf vier Grad runtergekühlt, bevor sie in die Betonmischanlagen eingefüllt werden. "Den Zement kühlen wir nicht. Der bleibt so bei 40, 50 Grad", erklärt Betontechnologe Riad Jabri. "Dann wird das alles im Mischer zusammengefügt zu Frischbeton mit einer Temperatur von unter 25 Grad." Das ist wichtig, damit der Beton langsam abbindet. Sonst würde der Beton nicht fest genug.

Die erste Restekelchstütze des Bauprojekts S21 wird enthüllt. (Foto: SWR)
Arbeiten an einer Kelchstütze

In die Kelchstützen passen jeweils 400 bis 500 Kubikmeter Beton. Es müssen also eine Menge Zutaten gut gekühlt werden - auch für die Bodenplatte des neuen Bahnhofs. Denn der Bahnhof soll richtig gut dastehen, wenn er mal fertig wird.

STAND