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Mit einem zentralen Gedenkgottesdienst hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auf die Stuttgarter Schulderklärung vor 75 Jahren zurückgeblickt. "Die Erinnerung an die Schuld, die Einsicht in die große Verantwortung, gehört seit 1945 in die DNA der Evangelischen Kirche", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strom, am Sonntag in seiner Predigt. Nach der furchtbaren Zeit der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus habe es die Worte der Erklärung gebraucht, in der es heißt: "Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben." Diese Worten seien "Ausdruck der existenziellen Dunkelheit, die die Verfasser des Stuttgarter Schuldbekenntnisses angesichts der Abgründe der Jahre des Dritten Reiches stellvertretend für Viele zum Ausdruck gebracht haben". Am 18./19. Oktober 1945 verfassten führende Vertreter der neu gegründeten EKD eine Erklärung zum Versagen der Kirche während der NS-Zeit. Sie gilt als Grundlage für einen Neuanfang der deutschen evangelischen Kirche in der internationalen Gemeinschaft.

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