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Für den Mord an seiner Partnerin ist ein Mann aus Rudersberg (Rems-Murr-Kreis) zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden.

Der Richter des Stuttgarter Landgerichts betonte in der Urteilsbegründung immer wieder, wie ungewöhnlich dieser Fall sei. Der heute 53-Jährige habe seine Tat voll umfänglich gestanden. Das Motiv bleibe dennoch unklar. Der Mann hatte seine 55-jährige Partnerin im vergangenen März im gemeinsamen Haus ermordet. Heimtückisch, ohne jede Vorwarnung und laut Anklage mit voller Wucht. Danach versuchte er, sich selbst zu töten.

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Motiv immer noch unklar

Als das nicht gelang, rief er die Polizei. Das langjährige Paar hatte völlig unauffällig und sozial gut eingebunden zusammen gelebt. Zur Tatzeit hatte ein Gutachter bei dem Verurteilten eine plötzliche depressive Erkrankung vermutet.

Der Richter zeigte sich davon nicht überzeugt und verzichtete auf die Einweisung in ein Psychiatrisches Krankenhaus. Das Gericht folgte in seinem Urteil der Staatsanwaltschaft. Sie hatte 13 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte hingegen auf eine Verurteilung wegen Totschlags und nicht mehr als sieben Jahre Gefängnisstrafe.

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