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15.000 Menschen mitten in Stuttgart ohne Abstand, ohne Masken. So sah das Szenario am Karsamstag bei der "Querdenken"-Demo aus. Gegen solche Bilder und Vorgehensweisen wollen Bürger und Bürgerinnen der Landeshauptstadt ein Zeichen setzen. Nicht nur am Stadtpalais.

Aktivisten hatten am Wochenende einen übergroßen Regenbogen auf den Asphalt auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart gemalt. Dahinter steht die Aktion "#wirsind0711" des Stuttgarter Stadtpalais. Das Museum will zusammen mit anderen Initiativen sowie Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen gegen die Querdenken-Bewegung setzen und zeigen, dass Stuttgart auch in Zeiten der Corona-Krise "tolerant, liberal und verantwortungsbewusst" ist.

Das Regenbogen-Symbol ist von der Stuttgarter Künstlerin Sarah Gilgien entworfen worden und bereits zu Beginn der Pandemie als "Mut machende Reaktion" in der Stadt verteilt worden. Mittlerweile sind rund 50.000 Sticker mit dem Regenbogensymbol im Umlauf.

Gegen "Querdenker" positionieren

Das Image der Stadt Stuttgart habe durch die Aktivitäten der Initiative "Querdenken 711" einen großen Schaden genommen. Da sind sich Stadträte, Kreative und Künstler einig. Die Stadt sei in Gefahr ein falsches Image zu bekommen, sagt Andreas "Bär" Lasker, der Manager der Fantastischen Vier: "Gegen die Wahrnehmung, dass wir in Stuttgart Berufsdemonstranten sind sollten wir uns besser aufstellen". Auch aus dem Stadtpalais, an dem das Regenbogensymbol prangt, kommt Kritik an der Art und Weise, wie die selbst ernannten "Querdenker" in Zeiten von Corona auf die Straße gehen. Die Regeln gelte es einzuhalten und andere zu schützen. Der Direktor des Stadtpalais Stuttgart, Torben Giese, sagte dem SWR dazu, es gehe "um den Umgangston und verantwortungsvollen Umgang miteinander".

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