Einsatzkräfte der Feuerwehr entfernen einen Baum von einer Oberleitung einer Straßenbahnlinie, nachdem dieser am Samstagmorgen nach einer stürmischen Nacht gefallen war und eine Straßenbahnlinie zum Teil lahmgelegt hatte (Foto: picture alliance/dpa/Einsatz-Report24 | Aaron Klewer)

Umgestürzte Bäume, Einsatzkräfte gefordert

Stürmischer Samstag in Baden-Württemberg - auf Wind folgt Wintereinbruch

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Es stürmt und weht in Baden-Württemberg - Sturmtief "Luis" beschert dem Land ungemütliche Stunden. Größere Schäden bleiben bislang aber weitestgehend aus.

Sturmtief "Luis" hat am Samstag in Baden-Württemberg für äußerst ungemütliches Wetter gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte zeitweilig vor starken Gewittern und Blitzschlägen. Auf dem Feldberg traten Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde auf, sagte ein DWD-Sprecher.

Baum demoliert Straßenbahnoberleitung

Etwa in Karlsruhe und im nördlichen Schwarzwald stürzten am frühen Samstagmorgen immer wieder Bäume um. In einem Fall im Landkreis Calw wurde ein Auto unter einem Baum begraben. Ein umgestürzter Baum demolierte am Morgen in Karlsruhe in der Waldstadt eine Straßenbahnoberleitung. Im Stadtgebiet Karlsruhe und Stuttgart fielen Bauzäune um. Dachziegel, Äste, Verkehrsschilder und auch Wahlplakate wurden auf die Straße geweht.

20 Polizeieinsätze in Offenburg, ein Dutzend in Pforzheim

Ein Flugzeug, das im Rahmen einer Stuttgarter Theater-Aktion zum Jahrestag des Corona-Lockdowns mit einem Banner über die Landeshauptstadt kreisen sollte, durfte nicht aufsteigen. Die Polizei in Offenburg berichtete von rund 20 Einsätzen vor allem im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden. Die Polizei Pforzheim hatte seit gestern Abend 12 Einsätze wegen des Sturms zu verzeichnen. Verletzt wurde niemand.

Karlsruhe

Schäden in Karlsruhe, im Enzkreis und im Landkreis Rastatt Märzsturm wirbelt den Großraum Karlsruhe durcheinander

Der Sturm hat am frühen Samstagmorgen auch die Region rund um Karlsruhe und vor allem den Nordschwarzwald durcheinandergewirbelt. Menschen kamen nicht zu schaden.  mehr...

Sonntag vielerorts wird ruhiger

Am Sonntag lasse der Wind nach und es folge ein Schwall polarer Kaltluft, sagte Sebastian Altnau vom DWD. In der Nacht zum Sonntag wurde ein Sinken der Schneefallgrenze auf 300 bis 500 Meter vorausgesagt.

Wintereinbruch im Schwarzwald

Dem Schwarzwald steht Anfang kommender Woche sogar ein neuer Wintereinbruch bevor. "Vor allem an den Alpen und im angrenzenden Vorland sowie im Schwarzwald wird es voraussichtlich länger anhaltende Schneefälle mit ergiebigeren Neuschneemengen geben", so DWD-Meteorologe Altnau. 70 Zentimeter bis ein Meter Neuschnee seien hier möglich. Tiefere Lagen erwarteten in der neuen Woche einstellige Tageshöchstwerte und nasskaltes Schauerwetter.

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Das Wetter im Südwesten

Windig und zeitweise Regen, nach Mitternacht trockener. Am Mittwoch bis 11 Grad.

Vorübergehend erreicht uns mildere Atlantikluft. Zeitweise fällt Regen, im höheren Bergland Schnee. Nach Mitternacht wird es trockener. Bei böigem, teils stürmischem Wind steigen die Temperaturen langsam weiter auf 2 bis 9 Grad. Im Laufe des Mittwochs breiten sich überall neue Regenwolken aus. Die Höchstwerte liegen zwischen 4 Grad im Hochschwarzwald und 11 Grad an der Weinstraße. Es weht lebhafter Südwestwind. Am Donnerstag ab und zu Regen- oder Schneeschauer. Wieder kälter: maximal ein bis 7 Grad. Am Freitag nach kurzem Zwischenhocheinfluss erneut Regen und Schnee.

Unwetter Warnlage

Rheinland-Pfalz, Saarland

Warnkarte für Rheinland-Pfalz und das Saarland; Quelle: Deutscher Wetterdienst

Baden-Württemberg

Warnkarte für Baden-Württemberg; Quelle: Deutscher Wetterdienst
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