Lehramtsstudierende sollen Schulen unterstützen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Nach Corona-Zwangspause

Lücken schließen: Studierende als Nachhilfelehrer an Schulen in Baden-Württemberg

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Wegen der Corona-Pandemie ist massenweise Unterricht ausgefallen, Schulkinder müssen den Lernstoff jetzt nachholen. Helfen sollen Lehramtsstudierende, so Wissenschaftsministerin Bauer.

In den kommenden Wochen sollen 500 Lehramtsstudierende an die Schulen vermittelt werden, erklärte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung".

"Bridge the Gap"-Programm bis zu den Sommerferien

In einer ersten Experimentierphase werde getestet, wie das Zusammenspiel von Studierenden und Schule am besten klappt, so Bauer. "Danach braucht es Leute, die in den Sommerferien bei den Lernbrücken helfen." Das Projekt läuft unter dem Titel "Bridge the Gap" (Überbrückt die Lücke).

Konkret sieht der Plan des Ministeriums so aus:

  • Lehramtsstudierende helfen Schülerinnen und Schülern, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind.
  • Das Programm soll ein ergänzendes Förderangebot sein, das bis zu den Sommerferien geht und bis zu vier Stunden pro Woche einnimmt. Das kann in Einzel- oder Gruppenförderung geschehen, jeweils in Absprache mit der Schule.
  • Schülerinnen und Schüler sollen Unterstützung bei der Stärkung grundlegender Kompetenzen erhalten.

Lehramtsstudierende ab dem 4. Semester können helfen

Die grün-schwarze Landesregierung spricht für das Projekt Lehramtsstudierende ab dem 4. Fachsemester an. Für die Zeit bis zu den Sommerferien sollen sich laut "Stuttgarter Zeitung" Studiende der Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe, Schwäbisch Gmünd und Weingarten bewerben können, außerdem Studierende der fünf Schools of Education in Baden-Württemberg.

Für den Nachhilfeunterricht sollen die Lehramtsstudierenden auf Honorarbasis bezahlt werden, heißt es beim Wissenschaftsministerium. Die Initiative sei mit Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) abgesprochen.

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