Die Studierenden tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung, während sie dicht nebeneinander bei der Vorlesung "BWL 1" im Hörsaal H1 der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) sitzen. An den Universitäten haben das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie die Vorlesungen im Wintersemester 2122 in Präsenz unter 3G-Bedingungen begonnen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

2G-Regel in Hörsälen und Lernräumen

Studierende dürfen an Unis und Hochschulen in BW weiterhin vor Ort lernen

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Seit diesem Semester finden viele Veranstaltungen der Universitäten und Hochschulen im Land wieder in Präsenz statt. Trotz steigender Corona-Zahlen soll das auch so bleiben.

Trotz steigender Corona-Zahlen will die Landesregierung weiter an der Möglichkeit festhalten, in Präsenz zu studieren. Derzeit gilt: Geimpft oder genesen müssen die Studierenden nach der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg sein, wenn sie an die Uni oder Hochschule kommen wollen. Ausnahmen von 2G sind Prüfungen und Praxisveranstaltungen, bei denen Anwesenheit erforderlich ist. In diesen Fällen reicht ein negativer PCR- oder Antigen-Schnelltest aus. Auch für Mensen und Bibliotheken gilt 3G. Auch, wenn die Corona-Zahlen derzeit jeden Tag einen neuen Höchststand erreichen, wollen die Unis und Hochschulen und das Landesregierung die Regeln nicht weiter verschärfen.

Wissenschaftsministerin verweist auf hohe Impfquote bei Studierenden

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) sagte, die mancherorts mehr als 90 Prozent hohe Impfquote zeige, dass die Studierenden das gemeinsame Lernen, den Diskurs und ein Stück weit Normalität wünschten: "Wir wollen sie nicht zurück in die Einsamkeit vor den Bildschirmen schicken müssen." Aus Sicht der Landesrektorenkonferenz der Universitäten (LRK) ist der Universitätsbetrieb wegen hoher Impfquoten sehr sicher. Bisher seien auch keine größeren Ausbrüche bekannt. "Die Ansteckungen, die uns Studierende und Mitarbeitende mitteilen, scheinen im privaten Bereich stattzufinden", heißt es von der LRK.

Uni Heidelberg: Alle Fächer bleiben auch von zu Hause aus studierbar

Die Universität Heidelberg will den Präsenz-Betrieb so lange wie möglich aufrecht erhalten. In einem Schreiben der Universitätsleitung heißt es, dass die Studierbarkeit aller Fächer aber weiter für alle Studierenden gegeben sei. Auch bei einer Impfquote von über 90 Prozent würden manche nicht mehr zu den Präsenzveranstaltungen kommen. Diese müssten auf bewährte Online-Formate oder Hybrid-Angebote zurückgreifen.

Viele Studierende wollen im Homeoffice bleiben

Die Landesrektorenkonferenz weist darauf hin, dass bei einer allgemeinen Homeoffice-Pflicht die Präsenzpflicht an Unis und Hochschulen schwer vermittelbar sei. Den Studierenden, die vielleicht stärker gefährdete Angehörige zu Hause haben, die Präsenz schmackhaft zu machen, sei nicht leicht. Hier müsse man eine Balance finden.

Laut der Freiburger Studierendenvertretung legen viele Studierende großen Wert auf Präsenz, andere bewegen sich schon wieder in Richtung virtuelles Lernen. Der Referent für Hochschulpolitik, Christian Kröper, befürchtet, dass das Präsenzangebot eingeschränkt wird. Viele frustrierte Studierende suchten sich psychologische Hilfe. Doch die psychologische Beratung des Studierendenwerks sei jetzt schon am Limit.

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