Sammeltaxis statt selbstfahrende Autos Grünen-Studie zum Verkehr der Zukunft sorgt für Aufregung

Eine von den Grünen beauftragte Studie zur Mobilität von Morgen sorgt für Streit in der Landespolitik. Ein Vorwurf seitens der FDP: Die Grünen wollen die Automobilwirtschaft vernichten.

Die Studie, die von den Grünen in Auftrag gegeben wurde, warnt davor, dass das Autonome Autofahren beliebter machen und deshalb für noch mehr Individualverkehr sorgen könnte. Die Grünen wollen deshalb die neue Technik lieber im öffentlichen Nahverkehr einsetzen, etwa für selbstfahrende Sammeltaxis. Erstellt wurde die heftig diskutierte Studie unter anderen von einem Soziologen, der seit langem fordert, die Zahl der Autos in den Städten zu verringern.

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Kerngedanke einer Verkehrswende ist laut Studie, "dass sich der individuelle Verkehrswunsch vom Eigentum an einem Fahrzeug löst und durch die Nutzung eines vielfältigen Fahrzeugparks ersetzt wird." Hohe Parkgebühren und andere Regeln sollten dazu führen, dass sich weniger Menschen ein Privatauto leisten. Die Zahl der Autos könne in der Stadt um fast ein Drittel sinken, auf dem Land könne sie sich halbieren.

Rülke: Grüne wollen Baden-Württemberg zum Land der Radfahrer machen

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagt dazu: Weniger Fahrzeuge bedeuten bessere Luft und mehr Platz in den Städten. Längst nicht jeder brauche ein eigenes Auto. CDU und FDP sind da anderer Meinung. Sie werfen den Grünen vor, den Menschen das Autofahren verbieten zu wollen. Laut FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke wollen die Grünen die Automobilwirtschaft vernichten und Baden-Württemberg zu einem Land der Fußgänger und Fahrradfahrer machen. Wolfgang Reinhardt, Fraktionsvorsitzender des Koalitionspartners CDU sagte, Verbieten sei der falsche Weg. Autofahren gezielt zu verteuern, sei ein Eingriff ins Eigentum.

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