Eine Ärztin spritzt eine Corona-Impfung (Foto: SWR)

BW-Regierung schon länger für Boosterimpfung

Corona-Impfung: Stiko empfiehlt Auffrischung für über 70-Jährige

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Die Ständige Impfkommission empfiehlt jetzt auch allen Menschen über 70 Jahren eine Corona-Auffrischimpfung. Das baden-württembergische Sozialministerium begrüßt diese Entscheidung.

Generell schützten die Vakzine zwar effektiv und anhaltend, im höheren Alter falle die Immunantwort nach Impfungen jedoch insgesamt geringer aus. Impfdurchbrüche könnten daher häufiger auch zu einem schweren Krankheitsverlauf führen, erklärte die Ständige Impfkommission (Stiko) am Donnerstag. Deshalb empfiehlt sie jetzt auch allen Senioren über 70 Jahren eine Corona-Auffrischimpfung.

Auch Pflegepersonal soll Boosterimpfung bekommen

Die Stiko hat aber noch weitere Empfehlungen. In Pflegeeinrichtungen könne ein sogenannter Booster wegen eines erhöhten Ausbruchsrisikos auch Senioren unter 70 Jahren gespritzt werden. Die Empfehlung für eine Auffrischimpfung gilt darüber hinaus auch für Pflegepersonal in ambulanten und stationären Einrichtungen für ältere Menschen und andere Covid-Risikogruppen sowie für medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten. Als Grund wird genannt, dass es in den Einrichtungen ein erhöhtes Risiko für Krankheitsausbrüche und Ansteckungen gibt. Zuvor gab es eine entsprechende Empfehlung der Stiko nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

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Auffrischungsimpfungen in BW bereits für über 60-Jährige möglich

Das baden-württembergische Sozialministerium begrüßte die Stiko-Entscheidung. Bei den Auffrischimpfungen handele es sich um ein Angebot, um für vulnerable Personen weiterhin einen optimalen Impfschutz sicherzustellen, sagte das Ministerium dem SWR. In Baden-Württemberg kann sich bereits seit September eine größere Personengruppe ein drittes Mal gegen das Coronavirus impfen lassen. Dazu gehören zum Beispiel alle Menschen über 60 Jahre, Personen, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten oder Pflegebedürftige zu Hause betreuen. Voraussetzung ist immer, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Die sogenannten Boosterimpfungen werden ausschließlich mit mRNA-Impfstoffen durchgeführt, teilte das Sozialministerium mit. Zum Einsatz kommen also nur die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Wer seine ersten Impfungen mit einem dieser beiden Impfstoffe erhalten hat, soll die dritte Spritze vom selben Hersteller bekommen.

SWR-Gesundheitsexperte und Mediziner Lothar Zimmermann hat Anfang September erklärt, wer diese Auffrischung erhalten sollte und warum:

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