Die Kinderporno-Plattform Elysium (Foto: picture-alliance / dpa)

Prozess um Kinderporno-Plattform "Elysium" Staufener Hauptbeschuldigter als Zeuge im "Elysium"-Fall

Vor dem Landgericht Limburg (Hessen) belastete der Hauptbeschudigte aus dem Staufen-Fall den mutmaßlichen "Elysium"-Administrator. Der Administrator soll ihn beauftragt haben, Fotos des missbrauchten Jungen aus Staufen anzufertigen.

Im Prozess um die Kinderporno-Plattform "Elysium" hat der Hauptbeschuldigte im Missbrauchsfall von Staufen, Christian L., über einen der vier Angeklagten ausgesagt. L. habe sich am Donnerstag vor dem Landgericht Limburg umfangreich geäußert, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.

Nacktfotos an mutmaßlichen Administrator gesendet

L. habe demnach gesagt, im Auftrag des mutmaßlichen "Elysium"-Administrators, einem Mann aus Tübingen, Nacktfotos des Sohnes seiner damaligen Partnerin angefertigt zu haben. Der Junge sei auf den Bildern in "verschiedenen sexualisierten Posen" zu sehen gewesen.

Der Zeuge war vor einigen Monaten vom Landgericht Freiburg zu zwölf Jahren Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen gemeinsam mit seiner Partnerin deren Sohn mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen, sowie das Kind selbst missbraucht zu haben.

Bilder mit "persönlicher Widmung"

Die Generalstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann über die Plattform "Elysium" mit dem Angeklagten in Kontakt gekommen war. Die bestellten Bilder sollen eine "persönliche Widmung" für den Angeklagten beinhaltet haben.

Das Landgericht Limburg verhandelt seit August den "Elysium"-Fall. Vier Männern aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern wird vorgeworfen, die riesige, weltweite Plattform im verborgenen Darknet betrieben oder sich am Betrieb daran beteiligt zu haben.

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