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Die baden-württembergische Kultusministerin Eisenmann hat im SWR-Sommerinterview ihren Kurs in der Schulpolitik während der Corona-Krise verteidigt. CDU-interne Diskussionen über das Personal sieht sie in der derzeitigen Phase skeptisch.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat im SWR-Sommerinterview Kritik an ihrem Kurs in der Coronakrise erneut zurückgewiesen. Es sei darum gegangen, Gesundheitsschutz und Schulpflicht miteinander zu vereinbaren. Auch ohne Präsenzpflicht habe es für alle Schüler Lernangebote gegeben.

Gleichzeitig räumte die CDU-Politikerin ein, dass man vielleicht in manchen Punkten schneller oder früher auf die Corona-Krise hätte reagieren können. Man habe jedoch auch immer warten müssen, wie sich die Situation entwickele, um dann angemessen reagieren zu können.

Verschiedene Szenarien für das neue Schuljahr

Von einem verlorenen Schuljahr könne man aber nicht sprechen. Im Vergleich zu anderen Ländern sei man noch gut durchgekommen. Für die Zeit nach den Sommerferien plane das Kultusministerium weiter mit verschiedenen Szenarien. Auch auf einen erneuten Lockdown seien die Schulen vorbereitet, so Eisenmann weiter. "Natürlich planen wir das kommende Schuljahr ab Mitte September mit Notfallplänen - auch für einen kompletten zweiten Lockdown, den es zwingend zu verhindern gilt", so die Kultusministerin. Man lerne weiter, daher werde man im September andere Antworten geben können als noch im März.

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Im März 2021 geht Eisenmann als Spitzenkandidatin der CDU ins Rennen um die baden-württembergische Landtagswahl. Parteiinterne Spekulationen über eine Kanzlerkandidatur von Jens Spahn wies sie zurück. In Krisenzeiten wollten die Menschen keine Personaldiskussionen hören.

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