Eine Lehrerin unterrichtet vor mehreren Schülerinnen und Schülern. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Lehrer in den Ferien arbeitslos

Bezahlte Sommerferien für befristet angestellte Lehrer in BW würde 15 Millionen Euro kosten

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In den Sommerferien müssen rund 4.000 befristet angestellte Lehrer in BW Arbeitslosengeld beantragen - die Zahl ist gestiegen. Mit diesem Vorgehen spart das Land 15 Millionen Euro.

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Befristet angestelltes Lehrpersonal auch in den Sommerferien zu bezahlen, würde das Land laut Kultusministerium 15 Millionen Euro kosten. Doch in Baden-Württemberg müssen sich befristet angestellte Lehrerinnen und Lehrer in diesem Jahr erneut bei der Agentur für Arbeit melden - obwohl sie im neuen Schuljahr wieder gebraucht und neu angestellt werden. Eine Tücke dabei: Es hat nur derjenige Anspruch auf Arbeitslosengeld, der in den letzten 30 Monaten mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Lehrkräfte, die beispielsweise nur ein Schuljahr beschäftigt waren, bekommen lediglich die Grundsicherung Hartz IV. Diese Praxis der grün-schwarzen Landesregierung sorgt bei der Opposition im Land schon lange für Empörung.

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Weiterbeschäftigung der Lehrer in BW würde 15 Millionen Euro kosten

Auch Bildungsverbände kritisieren, dass Lehrerinnen und Lehrer über die Sommerferien für wenige Wochen entlassen werden. Dies beschädige die Attraktivität des Lehrerberufs.

Aktuell sind laut Kultusministerium rund 4.000 Lehrkräfte betroffen. Damit sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr sogar gestiegen. Auf Entlassungen in den Sommerferien zu verzichten, würde rund 15 Millionen Euro kosten, so das Ministerium auf Anfrage der SPD. Die Lehrerversorgung sei in den vergangenen Jahren insgesamt schlechter geworden, so das Ministerium weiter. Die Antworten liegen dem SWR vor.

SPD: Lehrerversorung in Baden-Württemberg nicht ausreichend

Die SPD kritisiert, dass hier keine Trendwende sichtbar sei und die Lehrerversorgung immer mehr auf Kante genäht werde. Der bildungspolitische Sprecher der SPD im Land, Stefan Fulst-Blei, bemängelte, dass die Landesregierung die Aufstockung der Krankheitsvertretungsreserve abgelehnt habe. In Baden-Württemberg gibt es rund 110.000 Lehrkräfte. Für diese gibt es aktuell 1.945 Stellen für Vertretungen.

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