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Lifte stehen still, Schneekanonen bleiben außer Betrieb: Für Wintersport ist es im Land fast überall zu warm. Jetzt hoffen die Betreiber der Skilifte auf die kommenden Wochen.

05.01.2020, Baden-Württemberg, Muggenbrunn: Skisportler fahren auf einer Kunstschneefläche am Wasen Skilift zwischen grünen Bergwiesen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Patrick Seeger/dpa (Archivbild))
In Muggenbrunn (Kreis Lörrach) konnten Skisportler Anfang Januar nur auf einer Kunstschneefläche zwischen grünen Bergwiesen fahren (Archivbild). picture alliance/Patrick Seeger/dpa (Archivbild)

Zum Skifahren habe bislang der Schnee gefehlt, sagte ein Liftbetreiber in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Kein Einzelfall: Die Wintersportsaison konnte demnach fast überall in Baden-Württemberg wegen Schneemangels noch nicht oder noch nicht richtig beginnen, Lifte seien nicht oder nur an wenigen Tagen in Betrieb gewesen. Entscheidend für die Saisonbilanz werden deshalb die kommenden Wochen. Nach vereinzelten Schneefällen hoffen die Betreiber von Skiliften im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb nun auf kontinuierlich winterliches Wetter. Dies gelte für Skiabfahrten ebenso wie für Langlaufloipen.

Hoffen auf die Fastnachtsferien

"Wenn jetzt genügend und wochenlang Schnee liegt, können wir die Saison noch retten", sagte Isabel Braun, Liftbetreiberin am Skigebiet Notschrei auf dem Schwarzwaldberg Schauinsland bei Freiburg. Und ein Sprecher des Skigebiets Seibelseckle an der Schwarzwaldhochstraße bei Seebach (Ortenaukreis) erklärte, wirtschaftlich habe sich die Saison bisher nicht gerechnet. Für die Saisonbilanz seien nun die Zeit um Fastnacht Ende Februar und die Ferien der Niederländer eine Woche zuvor wichtig. "Da brauchen wir, um rentabel zu sein, Schnee."

"Wenn jetzt genügend und wochenlang Schnee liegt, können wir die Saison noch retten."

Isabel Braun, Liftbetreiberin Skigebiet Notschrei

Auch auf der Schwäbischen Alb sei Wintersport nicht möglich gewesen, sagte ein Liftbetreiber. Für künstliche Beschneiung sei es vielerorts bislang zu warm gewesen.

Auf dem Feldberg laufen weniger Lifte

Am höchsten Berg in Baden-Württemberg, dem Feldberg im Hochschwarzwald, sind wegen Schneemangels weniger Lifte als üblich in Betrieb, wie eine Sprecherin des Liftverbunds Feldberg sagte. Skifahren sei auf einzelnen Pisten möglich. Um mehr anbieten zu können, brauche es niedrige Temperaturen. Dann könnten weitere Schneekanonen starten. Der Feldberg profitiere derzeit aber, da Skifahren andernorts kaum möglich sei. Dies bringe zusätzliche Wintersportler an den Berg.

Ein dauerhaftes Problem sei der späte Winterbeginn nicht, sagte ein Sprecher der Hochschwarzwald-Tourismus-Gesellschaft. Auch in früheren Jahren habe es immer wieder späte Winter gegeben. Spiele das Wetter mit, könne die Skisaison am Feldberg bis in den April hinein dauern.

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