Eine junge Frau mit Tätowierungen auf ihren Händen liegt im Bett und schaut auf ihr Handy. Ihre Beine hat sie zum Körper angezogen, unter ihren Füßen liegt ein Kuscheltier.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / ROBIN UTRECHT | ROBIN UTRECHT)

Volle Kliniken, lange Wartelisten

Psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche: Viel zu wenige Therapieplätze in BW

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Nach über zwei Jahren Corona brauchen noch immer weit mehr Kinder und Jugendliche psychologische Hilfe als es Behandlungsplätze gibt. Der Missstand mag erkannt sein, behoben ist er nicht.

Bei Gottfried Maria Barth klingelt das Telefon. Ständig. Dreimal in 45 Minuten muss er das Gespräch unterbrechen, um den Hörer abzuheben. Könnte ein Notfall sein. Und bei Barth sind es sehr häufig Notfälle. Barth ist Kinder- und Jugendpsychiater, Oberarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum in Tübingen. Er leitet die Krisenstation. Ein abgeschlossener Schutzraum für junge Menschen in schweren psychischen Krisen. Ein Ort, wo sie geschützt werden. "Bevor etwas Blödes passiert", wie Barth es nennt. Und ein Schutzraum, in dem sie seit über zwei Jahren kaum noch hinterherkommen mit den Aufnahmen.

Die Krisenstation in Tübingen ist seit über zwei Jahren ständig überfüllt

Barth sagt: "Leider sieht es an den meisten Tagen wirklich so aus, dass wir überschwemmt werden." Überschwemmt heißt: Überfüllt, 140 Prozent Belegung, vierzehn statt zehn Patienten auf der Krisenstation.

Gottfried Maria Barth, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum Tübingen und Leiter der dortigen Krisenstation, sitzt vor eine Bücherwand und spricht mit einer Patientin.  (Foto: Kinder- und Jugendpsychiatrie Uniklinik Tübingen/Verena Müller)
Gerade ist die Krisenstation in Tübingen zu 140 Prozent belegt - wie so oft in den letzten zwei Jahren. Leiter Gottfried Maria Barth ist ständig damit beschäftigt, Aufnahmen und Entlassungen zu jonglieren. Kinder- und Jugendpsychiatrie Uniklinik Tübingen/Verena Müller

Gerade wurde Barth von einer Mutter angerufen. Sorgen mit der Tochter, sie brauchen einen Termin. Barth fährt sich mit der Hand über die weißen Stoppeln an seinem Kinn, schließt kurz die Augen mit den tiefen Lachfältchen rundherum. So einfach ist es nicht. "Wo die Not nicht ganz akut ist", muss Barth versuchen, auf ambulante Psychiater und Therapeutinnen zu verweisen. Auf die geschlossene Krisenstation kommt nur, wer in größter Not ist. Alle anderen muss er vertrösten, auf die Warteliste setzen. Und die ist lang.

Kinder- und Jugendpsychiater: "Lange Wartezeiten sind eine Katastrophe"

Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Foto: SWR)
40 Plätze gibt es gerade an der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Tübingen. Nicht genug: Auf der Warteliste stehen über 100 Namen.

Nicht weit entfernt von Barths Krisenstation werden die regulären stationären Behandlungen durchgeführt. Sie dauern in der Regel zwischen zwei und sechs Monaten. Auf der Warteliste stehen gerade deutlich mehr als hundert Namen. Alles Kinder und Jugendliche mit ernsten psychischen Problemen. Depression, Essstörung, Angststörung. Alles Familien mit Leidensdruck, Schicksale.

"Wenn ich einem Patienten oder einer Patientin sagen muss, die Wartezeit ist ein halbes Jahr, vielleicht kann es auch ein Jahr dauern - das ist natürlich eine Katastrophe."

Natürlich suche er mit seinem Team nach einer Lösung, die für Patientinnen, Patienten und deren Familien tragbar sei. Trotzdem: "Es gibt Momente, in denen es einem schwer fällt, das zu vermitteln. Und ja, das ist nicht leicht auszuhalten." Aber es helfe nichts. Würde er deshalb aufgeben, dann gäbe es noch weniger Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen. "Das ist also keine Alternative."

Kinder, Jugendliche und Familien leiden psychisch unter Corona

Kinder, Jugendliche und ihre Familien leiden noch immer unter den psychischen Folgen der Corona-Pandemie. Studien zeigen: Junge Menschen und ihre Familien erlebten während der Pandemie deutlich größere körperliche und psychische Belastungen als vor der Corona-Pandemie. Depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen oder Bauchschmerzen nahmen deutlich zu.

Und auch eineinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie fühlten sich im Herbst 2021 noch 82 Prozent der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie belastet. Rund ein Drittel von ihnen empfand ihre Lebensqualität als eingeschränkt - doppelt so viele wie vor der Pandemie. Auch der Großteil der Eltern fühlte sich durch die Pandemie belastet. Das zeigt auch eine Befragung von 500 Eltern durch die AOK Baden-Württemberg im März und April 2022. Fast jedes zweite Elternteil (43,9 Prozent) berichtet, dass die eigene Familie stark oder eher stark durch die Corona-Pandemie belastet sei, die Kinder litten unter einem breiten Spektrum an psychischen Beschwerden.

Arbeitsgruppe des BW-Sozialministeriums erarbeitet Maßnahmen

Anfang April verkündete Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne): "Kinder und Jugendliche waren solidarisch mit den Älteren und Gefährdeten - jetzt müssen wir ihnen helfen." Das Sozialministerium Baden-Württemberg hatte gemeinsam mit Verantwortlichen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Ambulanzen, Kliniken und Krankenkassen seit August 2021 an einem ganzen Katalog an Maßnahmen gearbeitet. Der Missstand, dass Kinder und Jugendliche häufig mehrere Monate oder sogar mehr als ein halbes Jahr auf eine adäquate Behandlung warten müssen, wurde erkannt. Corona hat auch hier als Verstärker gewirkt und ein bereits bestehendes Problem ins Blickfeld der politisch Verantwortlichen gebracht.

Baden-Württemberg

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Dass man sich zusammengesetzt und Maßnahmen beschlossen habe, sei gut - darüber sind sich Therapeutinnen, Therapeuten, Psychiaterinnen und Psychiater einig. So wurden unter anderem auf zwei Jahre befristet 120 zusätzliche stationäre Behandlungsplätze in den Kinder- und Jugendpsychiatrien im Land ermöglicht. Ein weiteres Puzzleteil: Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten, die aktuell keinen Kassensitz bekommen, können einen Antrag auf Ermächtigung stellen. Wird er bewilligt, können sie ihre Therapie mit den Krankenkassen abrechnen. So soll kurzfristig auch die Zahl ambulanter Therapieangebote für Kinder und Jugendliche erhöht werden. Die Abschlusserklärung von Sozialministerium und Arbeitsgruppe ist jetzt knappe zwei Monate alt. Hat sich die Lage seither spürbar verbessert?

In Tübingen und Stuttgart noch keine Erleichterung spürbar

In Tübingen haben sie jetzt acht zusätzliche Betten auf einer neuen Psychotherapiestation, 40 stationäre Behandlungsplätze statt 32 stationäre Behandlungsplätze insgesamt. Drei Wochen hat es gedauert zwischen Beschluss und Inbetriebnahme. Das Personal kommt teilweise aus anderen Abteilungen, die Station ist in der Kinderklinik und nicht in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Den kreativen Umgang mit beengten Räumen und Personalplanung sind sie hier gewohnt.

Tübingen

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Bei Gottfried Maria Barth auf der Krisenstation kommt aber noch keine Erleichterung an. Dafür sei der Aufnahmedruck auch durch die Warteliste viel zu groß. Die entscheidende Zeit komme erst noch. Barth sagt: "Die Zeit, in der unsere Gesellschaft zeigen muss, ob sie diesen jungen Menschen dauerhaft helfen will. Damit sie nicht in chronische Erkrankungen reinrutschen, damit sie eine stabile Entwicklung nehmen und eine erfüllte Teilhabe am Leben haben können." Er hoffe darauf, dass Sozialminister Lucha und sein Ministerium weiter dranbleiben, sagt Barth. Denn bei der Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie habe Baden-Württemberg Nachholbedarf.

Jugendpsychiatrien in BW für deutlich mehr Patienten zuständig

Wo genau das Land Nachholbedarf hat, wird deutlich, wenn man sich die sogenannte Bettenmessziffer der verschiedenen Bundesländer im Vergleich anschaut. Sie beschreibt die Zahl der verfügbaren Betten in Kinder- und Jugendpsychiatrien pro 10.000 Einwohner unter 18 Jahren. Laut einer Erhebung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie zeigen sich sehr große Unterschiede. Im Bundesschnitt standen 2019 4,9 Betten in der Kinder- und Jugendpsychiatrien pro 10.000 Menschen unter 18 Jahren zur Verfügung. In Sachsen-Anhalt waren es 10,64, in Thüringen 9,18. In Baden-Württemberg lag die Bettenmessziffer 2019 bei 3,61. Das heißt, jede Kinder- und Jugendpsychiatrie in Baden-Württemberg ist für die Versorgung von deutlich mehr Patientinnen und Patienten zuständig als etwa in Sachsen-Anhalt.

Auch Jan Steffen Jürgensen, Chef des Klinikums Stuttgart, sagt: "Die Pandemie hat die Mängel deutlicher hervortreten lassen, die es in der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg schon vorher gab." Weiterhin müssten Kinder und Jugendliche manchmal Monate auf Therapieplätze warten.

Dank den 120 zusätzlichen Betten für Baden-Württemberg habe man für das Klinikum Stuttgart 17 neue Betten genehmigt, für eine weitere niedrige zweistellige Zahl werde man anbieten, diese darüber hinaus aufzubauen, so Jürgensen. Schwierig sei die Befristung auf zwei Jahre, weil man ohne langfristige Planungssicherheit nicht beliebig neu bauen könne. "Also müssen die Klinikbetreiber schauen, wie sie pragmatische und mindestens für diese Zeit geeignete Lösungen finden, die auch den Kindern und Jugendlichen gerecht werden und schnell realisierbar sind." Auch Pflegepersonal, Ärztinnen und Therapeuten müssen erst einmal gefunden werden.

Stuttgarter Klinikchef Jürgensen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Der Chef des Klinikums Stuttgart, Jan Steffen Jürgensen, will bis Ende des Jahres "spürbar" mehr stationäre Therapieplätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie anbieten können. Picture Alliance

Aufgrund der Größe des Stuttgarter Klinikums und der räumlichen Flexibilität durch den gerade laufenden Umbau sei aber eine zeitnahe Aufstockung möglich, so Jürgensen:

"Hier in Stuttgart fühlen wir uns verpflichtet, bis Ende des Jahres einen spürbaren Aufwuchs an Therapieplätzen zu schaffen."

Auch ambulante Psychotherapieplätze sind rar

Martin Klett ist Kinder- und Jugendpsychotherapeut mit einer eigenen Praxis in Freiburg und Vizepräsident der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg. Im Vergleich zu vor Corona haben sich die Terminanfragen in seiner Praxis verdreifacht. Auch Kletts Warteliste ist doppelt bis dreimal so lang wie früher.

"Von einer Entspannung aufgrund der nachlassenden Belastung durch die Pandemie merke ich aktuell noch nichts. Ich habe weiterhin sehr viele Anfragen, die ich nicht bedienen kann."

Dauernd Menschen abweisen zu müssen, das sei belastend, sagt Klett. Die Maßnahmen der Arbeitsgruppe des Sozialministeriums begrüßt er. Trotzdem sei die Lage weiter schwierig: "Ein Problem ist die Bedarfsplanung. Die wurde vor 20 Jahren gemacht und hat mit dem tatsächlichen Bedarf nichts zu tun."

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Über die Bedarfsplanung legt der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für ein Gebiet fest, wie viele Fachärztinnen und Psychotherapeuten einer bestimmten Fachrichtung sich dort niederlassen dürfen. Nimmt man sie als Grundlage, ist Freiburg mehr als dreifach überversorgt mit Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Für Klett ist das angesichts seiner eigenen Warteliste und der Wartelisten seiner Fachkollegen unverständlich. Die Lage sei in Freiburg vielleicht besser als irgendwo im Schwarzwald. Dort sei die Versorgung bereits vorher schwierig gewesen und die Lage habe sich durch Corona nochmal verschlimmert. In Freiburg habe er früher so gut wie jeden Patienten zumindest bei Kolleginnen und Kollegen unterbekommen. Seit Corona geht das nicht mehr. Er sagt: "Die Bedarfsplanung müsste man sich mal ganz grundsätzlich angucken."

Freiburg eröffnet zusätzliche Tagesklinik, Tübingen wartet auf den Neubau

Ebenfalls in Freiburg wurde derweil am Dienstag (31.5.) eine zusätzliche Tagesklinik mit zwölf Plätzen für Kinder und Jugendliche am Universitätsklinikum eröffnet. Das ambulante psychotherapeutische Angebot speziell für Jugendliche ist eine dringend notwendige Erweiterung des therapeutischen Angebots. Denn während der Corona-Pandemie ist der Bedarf an therapeutischer Behandlung enorm gestiegen. 

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Allein 2021 habe es 30 Prozent mehr psychische Notfälle unter Kindern und Jugendlichen gegeben, so Christian Fleischhaker, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Durch stetig steigende Patientenzahlen sei die Klinik bereits vor der Pandemie an der Belastungsgrenze gewesen: "Von daher ist das der erste Schritt vorwärts hier für die Region, dass wir zwölf zusätzliche Plätze haben, und nicht erst in zehn Jahren, wenn man im Zweifelsfall ein neues Gebäude hat." 

Ein neues Gebäude mit stationären Plätzen ist in Freiburg bereits in Planung. In Tübingen liegen die Pläne für den dringend benötigten Neubau "seit drei Jahren in der Schublade", sagt Gottfried Maria Barth. "Ich hoffe jeden Tag, dass der Anruf vom Klinikvorstand kommt und er sagt, dass sie das Geld haben und bauen können". Doch er müsse Realist bleiben. Auch wenn gerade seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der ständig überfüllten Krisenstation die Perspektive auf einen Neubau gut gebrauchen könnten. Die Belastungen der letzten zwei Jahren seien auch ihnen sehr an die Substanz gegangen, sagt Barth.

Viele Patienten kommen ein zweites Mal auf die Krisenstation

Auch Barth hat Stunden erlebt, in denen er das Gefühl hatte, "jetzt ist es wirklich zu viel". Im Februar hatte er Corona, brauchte fast zwei Monate, um sich wieder ganz fit zu fühlen. Trotz allem sagt er: "Ich habe einen wunderschönen Beruf, vielleicht den schönsten."

Bevor ein Patient die Krisensation verlässt, führt Barth mit ihm oder ihr ein Gespräch. Als Oberarzt trägt er die Verantwortung. Er wolle die Patientinnen und Patienten nicht nur schützen, er wolle ihnen etwas mitgeben, sagt er. Also mache er eine Übung mit ihnen, lenke ihre Aufmerksamkeit auf das Gute in ihrem Leben. "Dann sage ich ihnen: Mensch, du bist ein tolles Mädchen, du bist ein toller Junge. Wenn ich höre, welche Ressourcen du hast." Barth lächelt: "Da sollten Sie mal die Augen sehen, wie die manchmal strahlen. Da merkt man genau, das haben die schon lang nicht mehr oder vielleicht noch nie gehört."

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Viele Patienten kommen noch ein zweites Mal in ihrem jungen Leben auf die Krisenstation. Für Barth ist das kein Misserfolg. Er ist stolz auf die Jugendlichen, die sich melden, bevor "etwas Blödes passiert". An zwei Dinge würden die sich beim Wiedersehen mit ihm immer erinnern: An Therapiehund Tina und "an den einen, der so komische Sachen zu ihnen gesagt hat".

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