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Nach langem Hin und Her haben seit Montag auch die weiterführenden Schulen für die Klassenstufen 5 und 6 wieder geöffnet. Trotz steigender Corona-Zahlen findet auch für die bereits geöffneten Grundschulen einheitlich Präsenzunterricht statt.

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Die Öffnung der Schulen in Baden-Württemberg im Präsenzunterricht hat viel Kritik auf sich gezogen. Dennoch sind am Montag alle Grundschülerinnen und Grundschüler nach dreiwöchigem Wechselunterricht wieder im Klassenverband unterrichtet worden. Wechselunterricht wird nicht mehr stattfinden. In Grundschulen gibt es zudem keine Maskenpflicht und kein Abstandsgebot mehr. Bislang galt dort, dass die Hälfte einer Klasse von zu Hause im Fernunterricht lernte und die andere Hälfte in der Schule.

Maskenpflicht und Abstandsgebot für Klassen 5 und 6

Die Klassen 5 und 6 sind hingegen in einen eingeschränkten Präsenzunterricht zurückgekehrt. Für sie gelten die Hygieneregeln wie Maskenpflicht und Abstandsgebot. Nach Ansicht des Kultusministeriums müsste dies in den ansonsten leeren Schulen möglich sein. Sportunterricht findet allerdings grundsätzlich nicht statt, auch die Notbetreuung fällt für alle Klassen im Präsenzunterricht weg.

Eine Präsenzpflicht gibt es jedoch nicht. Eltern können also entscheiden, ob ihre Kinder Fernunterricht bekommen sollen oder nicht. Schüler ab Klasse 7 bleiben - mit Ausnahme der Abschlussklassen - ohnehin bis nach den Osterferien im Fernunterricht.

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Uneinigkeit in der Landesregierung

Lehrerverbände und auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatten gefordert, dass es den Schulen freigestellt sein sollte, ob sie Wechsel- oder Präsenzunterricht anbieten wollen. Aber Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte sich mit dem Präsenzunterricht für alle durchgesetzt. Schulen, die nicht mitmachen wollten, wurden vom Kultusministerium angehalten, doch Präsenzunterricht anzubieten.

Eine Ausnahme bildet der Kreis Schwäbisch Hall: Hier wird es vorerst keinen Präsenzunterricht für Fünft- und Sechstklässler geben. Grund ist der andauernde hohe Inzidenzwert von über 200.

In der grün-schwarzen Koalition hatte es zuletzt auch einen Streit über die Abstandsregeln bei der Rückkehr der 5. und 6. Klassen gegeben. Nun wird, wie von Eisenmann vorgesehen, "kein förmliches Abstandsgebot" gelten. Allerdings sollen die Schulen dafür sorgen, dass die Kinder - wenn möglich - beim Präsenzunterricht den coronabedingten Abstand von eineinhalb Metern einhalten. Eisenmann hatte sich zuletzt vehement gegen einen Wechsel aus Präsenz- und Fernunterricht ausgesprochen. Hintergrund dafür ist, dass dieser noch aufwendiger zu organisieren sei und es wieder Notbetreuung geben müsse, die zu einer Durchmischung der Klassen führe.

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