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Wie geht es nach den Sommerferien weiter an den Schulen in Baden-Württemberg? Darüber berät heute auch die Politik im Land. Wir haben zusammengefasst, wie derzeit die Pläne aussehen.

Bei derzeit wieder steigenden Inzidenzen stellt sich erneut die Frage, wie es nach den Sommerferien an den Schulen in Baden-Württemberg weitergeht.

Das sind die wichtigsten Eckpunkte, über die aktuell diskutiert wird:

Zwei Wochen Maskenpflicht im Unterricht

Ohne Maske geht erst einmal nichts - zumindest am Anfang: Baden-Württembergs Schülerinnen und Schüler müssen nach den Sommerferien vorübergehend wieder Masken im Unterricht tragen. Für die ersten zwei Wochen nach den Ferien wird eine Maskenpflicht inzidenzunabhängig wieder eingeführt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) Ende Juni ankündigte. Damit wolle die Regierung auf die Gefahr einer Einschleppung von Infektionen durch Reiserückkehrer reagieren. Man müsse mit einer erhöhten Reisetätigkeit rechnen, sagte Kretschmann.

Regelmäßige Tests an Schulen und Kitas - auch mit PCR-Tests

Standard werden Coronatests bleiben. In Baden-Württemberg soll es nach den Sommerferien weiterhin regelmäßige Corona-Tests an Schulen und Kitas geben, kündigte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) Mitte Juli an. Auch hier spielen Urlaube eine Rolle: Die Landesregierung befürchtet einen Anstieg der Infektionszahlen vor allem durch Reiserückkehrer. Das "Testregime" soll mindestens bis zu den Herbstferien erhalten bleiben. Das Land kommt für die Kosten auf. Dabei sollen die Schulen auch PCR-Tests vom Land erhalten. Allerdings gibt es bislang noch keine Angaben dazu, wie hoch der Anteil sein wird.

Lüften und Hygienemaßnahmen - Millionen für Luftfilter

Ohne regelmäßiges Lüften und die etablierten Hygienemaßnahmen wird Schulunterricht nach den Sommerferien nicht vorstellbar sein. Zum Einsatz sollen zum Teil Luftfilter kommen, allerdings eher in den unteren Klassenstufen. Die baden-württembergische Landesregierung will den Schulen im Rahmen eines Förderprogramms 60 Millionen Euro für Luftfilter zur Verfügung stellen. Der Lehrerverband hatte bereits angeregt, die Ferien dafür zu nutzen, die Geräte einzubauen.

Ministerin strebt Präsenzunterricht an - auch Chöre und Theater sollen möglich sein

Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) rechnet damit, dass im kommenden Schuljahr wieder in Präsenz unterrichtet werden kann. In einem Schreiben an die Schulen schränkte sie am Mittwoch jedoch ein, dass aufgrund der Reiserückkehrer nicht vorausgesagt werden könne, ob und wie sich neue Varianten des Coronavirus ausbreite.

Trotz der andauernden Corona-Pandemie will die Kultusministerin im kommenden Schuljahr Zusatzangebote wie Chöre und Theater-AGs grundsätzlich wieder zulassen. In dem Schreiben heißt es, Angebote über Klassen, Jahrgänge und Schulen hinweg seien dann wieder möglich - sowohl im regulären Unterricht als auch außerhalb. Auch Klassenfahrten, Schullandheimaufenthalte oder Studienreisen sind im Inland wieder zulässig. Reisen ins Ausland und Schüleraustausch mit anderen Ländern bleiben hingegen untersagt.

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