Thekla Walker (Bündnis 90Die Grünen), Umweltministerin von Baden-Württemberg bei einem Gespräch.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod)

Befürchteter Gas-Lieferstopp aus Russland

BW-Energieministerin Walker hält Energiesparen für das "Gebot der Stunde"

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Die Sorge vor einem Stopp der Gaslieferungen aus Russland ist groß. Baden-Württembergs Energieministerin Walker hat deshalb die Bevölkerung zum Energiesparen aufgerufen.

In Anbetracht einer Gasknappheit sei Energiesparen das "Gebot der Stunde", sagte die baden-württembergische Energieministerin Thekla Walker (Grüne) am Mittwoch nach einem Treffen mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen der Bundesländer. Es sei wichtig, sich auf mögliche Engpässe vorzubereiten und Energie zu sparen - auch nach dem Winter.

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Erste Warnstufe: Habeck setzt Notfallplan Gas in Kraft

Bei der Beratung der Energieministerinnen und -minister wurden Lösungen für eine mögliche Verschlechterung der Gasversorgung in Deutschland diskutiert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte deswegen die Frühwarnstufe des sogenannten Notfallplan Gas in Kraft gesetzt.

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Walker: Derzeit kein Engpass beim Gas 

Bund und Länder seien in ihrer Haltung geschlossen, erklärte Walker im Anschluss an die Konferenz. Zurzeit gebe es keinen Versorgungsengpass. Die von Habeck ausgerufene Frühwarnstufe diene jedoch dazu, sich besser auf mögliche Lieferengpässe oder Lieferausfälle vorzubereiten.

Walker forderte außerdem, die Klimakrise dürfe nicht aus den Augen verloren werden. Versorgungssicherheit und Klimaschutz seien kein Gegensatz. "Es geht nur beides zusammen", so die baden-württembergische Energieministerin. Sie warb deshalb für den Ausbau von erneuerbaren Energien wie etwa Wasserkraft, Wind- oder Solarenergie.

Lob für Ausrufung der Frühwarnstufe durch Habeck

Der Fraktionschef der Grünen im baden-württembergischen Landtag, Andreas Schwarz, hatte am Mittwoch im SWR Habeck und dessen Handeln gelobt. Habeck schenke den Leuten reinen Wein ein, so Schwarz. Aktuell sei die Versorgung gesichert, es könne aber irgendwann zu einer Mangelsituation kommen. Dass dafür sensibilisiert werde, "finde ich absolut richtig", sagte Schwarz.

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