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Angesichts leicht sinkender Corona-Infektionszahlen ist in Baden-Württemberg vielleicht bald wieder Wechselunterricht möglich. Das hat das Kultusministerium den Schulen in Aussicht gestellt.

Die Schulen sollen nur dann zum Wechselunterricht zurückkehren, wenn die Infektionszahlen in ihrem Kreis an fünf Tagen in Folge unter dem Inzidenzwert von 165 liegen. Das teilte das Kultusministerium Baden-Württemberg den Schulen mit. Wenn die Zahlen weiter leicht zurückgehen, könnte das fast die Hälfte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg betreffen.

Schulöffnungen ab Montag?

Theoretisch könnten Schulen in einzelnen Kreisen schon ab Mittwoch teilweise wieder öffnen. Schulen hätten dann dennoch bis zu drei Tage Zeit, um den Wechselunterricht zu organisieren. Das Ministerium verweist auf diese Übergangsfrist, um den Schulen die Organisation zur Rückkehr zum Wechselunterricht zu gewährleisten. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass viele Schulen in Kreisen mit sinkenden Infektionszahlen erst frühestens ab kommenden Montag wieder mit dem Wechselunterricht beginnen können.

Keine Verpflichtung zur Schule zu gehen

Wie genau sie das machen, bleibt den Schulen selbst überlassen. Und auch dann gilt: Wenn Eltern ihre Kinder wegen der Infektionsgefahr lieber nicht in die Schule schicken wollen, müssen sie das auch weiterhin nicht tun. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erklärte dazu: "Es ist positiv, wenn die Inzidenzzahlen sinken. Der Wechsel- und hoffentlich auch bald Präsenzunterricht ist für die Kinder und Jugendlichen durch nichts zu ersetzen."

Präzisierung zum Wechselunterricht

Das Bundesrecht schreibt vor, dass wenn die Sieben-Tages-Inzidenz drei Tage in Folge den Schwellenwert von 100 überschreitet, ab dem übernächsten Tag nur noch Präsenzunterricht im Wechselunterricht möglich ist. Das Landesrecht schreibt allerdings zudem vor, dass auch bei einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 im Wechselunterricht zu unterrichten ist, wenn dies zur Wahrung des Abstands notwendig ist. Wechselunterricht bedeutet dabei, das ein Wechsel aus Präsenz- und Fernunterricht stattfinden muss.

Keine Vorgaben zum Anteil des Fernunterrichts

Ein durchgängiger Präsenzunterricht für einzelne Klassen oder Lerngruppen ist nach Angaben des Kultusministeriums nicht möglich. Nicht verbindlich vorgegeben ist hingegen weder der Anteil des Fernunterrichts noch die Häufigkeit, in welcher zwischen Fern- und Präsenzunterricht gewechselt werden muss. Ziel sei es aber, soviel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten - unter Wahrung der Vorgaben, heißt es aus dem Ministerium.

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