"Rhine Clean Up" in Baden-Württemberg: Freiwillige sammeln Müll an Flussufern (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | David Young (Symbolbild))

Aktionen in vielen Orten des Landes

"Rhine Clean Up" in Baden-Württemberg: 3.000 Freiwillige sammeln Müll an Flussufern

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Tausende Helferinnen und Helfer haben am Samstag in vielen Orten Baden-Württembergs die Flussufer gesäubert. Bei vergangenen Aktionen kamen immer wieder kuriose Funde zutage.

Zwar läuft die internationale Aktion unter dem Namen "Rhine Clean Up" (Rheinsäuberung) - jedoch wird längst nicht nur entlang des Rheins wie etwa in Karlsruhe oder Bad Säckingen (Landkreis Waldshut) saubergemacht.

Die Müllsammlerinnen und Müllsammler schwärmten nach Worten von Joachim Umbach, einem der Initiatoren, unter anderem im Kinzigtal, in Lörrach, Kehl (Ortenaukreis), Mannheim und am Bodensee aus. Auch in Heidelberg am Neckar habe man einen Versuch gestartet, aber nicht sehr viele Menschen mobilisieren können, sagte Umbach.

Initiator rechnet mit rund 40.000 Teilnehmern

Laut Joachim Umbach haben sich am Samstag rund 35.000 Menschen in Deutschland und mehreren Nachbarstaaten an der Aktion "Rhine Clean Up" beteiligt. Wie viele Tonnen Müll sie gesammelt haben, stehe noch nicht fest. Am Sonntag wird noch in der Schweiz und den Niederlanden weitergesammelt, sodass die Zahl von 40.000 Freiwilligen erreicht werden könnte. Insgesamt wollten laut Veranstalter 470 Gruppen in mehr als 200 Kommunen mitmachen.

Vor einem Jahr hatten an einem Aktionstag rund 35.000 Menschen die Ufer der Flüsse Rhein, Mosel und Ruhr von europaweit 320 Tonnen Abfällen befreit. Diesmal, im vierten Jahr von "Rhine Clean Up", kamen laut Umbach erstmals auch die Ufer etwa des Mains und der Kinzig dazu.

Die Initiatoren erklärten: "Jährlich landen Unmengen von Müll in den Weltmeeren. Millionen von Tonnen Plastik belasten die Natur. Ein Großteil des Mülls gelangt über die Flüsse in die Meere." Ziel der Aktion sei es, "Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Müll nicht achtlos weggeworfen oder besser noch von vornherein vermieden wird".

Kuriose Funde bei vergangenen Müllsammelaktionen

Das Aufräumen fördert den Angaben nach schon mal seltene Funde zutage: beispielsweise 2019 in Düsseldorf eine goldene Uhr eines älteren Mannes, die er zurückbekommen habe, 2020 am Rhein-Nebenfluss Wiese in Südbaden einen kleinen lebenden Hund in einer Tasche und 2019 in Mainz eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Rhein bei Köln seien im vergangenen Jahr von Brücken geworfene E-Scooter entdeckt worden.

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