200-Euro-Scheine liegen auf einem Gaszähler. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Laci Perenyi | Laci Perenyi)

"Jeder Tag zählt"

Politik und Handwerk aus BW fordern schnelle Umsetzung der Gaspreisbremse

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Sowohl Handwerksbetriebe als auch die Politik begrüßen das 200-Milliarden-Hilfspaket des Bundes gegen die Energiekrise. Sie fordern, dass es zeitnah umgesetzt wird.

Aus Baden-Württemberg kommen positive Reaktionen auf die beschlossene Gaspreisbremse des Bundes - gleichzeitig fordern Politik und Handwerkstag, keinen Tag bei der Umsetzung zu verlieren. Der Handwerkstag in Baden-Württemberg betont unter anderem, dass die Hilfspakete eine Entlastung für Handwerksbetriebe seien.

Die Zeit würde dennoch drängen: Für die kleinen Betriebe zähle jeder Tag, heißt es in einer Pressemitteilung des Handwerkstags. "Wir erwarten, dass das Bund-Länder-Treffen kommende Woche die Umsetzung wichtiger Unterstützungsmaßnahmen nicht verzögert", so der Verein.

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BW-Wirtschaftsministerin: Unternehmen brauchen Planungssicherheit

Auch Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) forderte die Bundesregierung dazu auf, die Gaspreisbremse schnell umzusetzen. Möglichst morgen schon solle Planungs- und Entscheidungssicherheit für die Unternehmen geschaffen werden.

Gleichzeitig befürwortete sie die Entlastungspakete. In Schieflage geratene Gasimporteure oder Endversorger müssten gestützt werden, die Last dürfe aber nicht von den Gaskunden allein getragen werden. "Der Wegfall der Gasumlage war dringend geboten", so Hoffmeister-Kraut gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Stadtwerke Rastatt wollen Preise an Kunden weitergeben

Die Entscheidung, die Gasumlage zu kippen und stattdessen eine Gaspreisbremse einzuführen, sei spät aber richtig, so auch der Prokurist der Stadtwerke Rastatt, Dietmar König. "Uns bleibt nichts anderes übrig, als das sofort umzusetzen und darauf zu hoffen, dass die Politik uns noch weitere Spielregeln gibt, die es uns erleichtern", sagte er im Gespräch mit dem SWR.

Die Stadtwerke würden deshalb die Gasumlage nicht zum 1.10. einführen, sondern den Preis reduzieren. "Der Verbraucher hat ein Recht darauf, dass man es rausnimmt, also machen wir es gleich", sagte König.

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Bis zu 200 Milliarden Euro will die Bundesregierung ausgeben, um Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen vor hohen Energiepreisen wegen des Ukraine-Kriegs zu schützen. Die Preise für Gas und Strom sollen gedeckelt werden, die umstrittene Gasumlage für alle Gaskunden ist vom Tisch. Die angeschlagenen Gaslieferanten sollen stattdessen mit anderen Mitteln gerettet werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach am Donnerstag von einem "Doppelwumms" - und erinnerte damit an die Staatshilfen in der Corona-Krise, die damals mit "Wumms" aus der Krise führen sollten.

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