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Beim Umgang mit Kolonialobjekten will Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle übernehmen und Daten zu tausenden Sammlungsgegenständen über eine Online-Sammlung zur Verfügung stellen. "Wir warten nicht, bis die nächste Anfrage kommt", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). "Wir haben uns der Verantwortung zu stellen und Beiträge dazu zu leisten, dass wir wissen, was in unseren Museen ist und wie es dorthin gekommen ist." Die Datenbank des Linden-Museums in Stuttgart solle für die sogenannte Provenienzforschung online zugänglich sein. Nach und nach würden sämtliche Sammlungsgegenstände des Hauses darin eingestellt. "Dadurch werden sie der internationalen Community zugänglich gemacht", sagte die Ministerin. Bei der Provenienzforschung versuchen Experten, die Herkunft der Ausstellungsstücke und Archivbestände ihrer Häuser zu klären. Ziel ist, die Kulturgüter, die nach heutigen Wertmaßstäben zu Unrecht erworben wurden, entweder zurückzugeben, aufzukaufen oder Kooperationen zu schließen.

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