Die Landesregierung BW hat eine Projektgesellschaft zur Sanierung der Stuttgarter Oper auf den Weg gebracht. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Land beschließt Projektgesellschaft

"Entscheidender Meilenstein" in Richtung Sanierung der Stuttgarter Oper

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Die Landesregierung BW hat der Gründung einer Projektgesellschaft für die milliardenschwere Sanierung der Stuttgarter Oper zugestimmt. Über die Kosten hatte es Streit gegeben.

Die Sanierung der Stuttgarter Oper rückt näher. Die baden-württembergische Landesregierung will eine gemeinsame Projektgesellschaft mit der Stadt Stuttgart gründen. Sie soll die Sanierung und Erweiterung der Württembergischen Staatstheater planen und umsetzen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) zeigte sich erfreut.

"Der Beschluss einer gemeinsamen Projektgesellschaft ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg hin zu einem zukunftsfähigen Staatstheater."

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Die gemeinsame Projektgesellschaft soll zum 1. Januar 2023 mit der Arbeit beginnen. Sie wird als GmbH gegründet und jeweils zur Hälfte vom Land und von der Stadt Stuttgart finanziert. Der Landesbetrieb "Vermögen und Bau Baden-Württemberg" bereiten den Architektenwettbewerb vor, der dann durch die Projektgesellschaft durchgeführt werden soll.

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CDU stellte Bedingungen für Zustimmung

Die CDU-Fraktion im Landtag hatte vor wenigen Tagen in einem Gespräch mit Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) Bedingungen für ihre Zustimmung zur Projektgesellschaft gestellt. In Zeiten der Rekordinflation, Rohstoffkrise und immensen Preissteigerungen sei es wichtig, der Projektgesellschaft verbindliche Leitlinien vorzugeben. Unter anderem müssten auch günstigere Alternativen in Betracht gezogen werden. Die zehn Leitlinien sollen von der Projektgesellschaft berücksichtigt werden, hieß es aus Fraktionskreisen gegenüber dem SWR. Das sei so mit dem Finanzministerium vereinbart. Das Ministerium bestätigte dies.

Die Kosten der Sanierung waren zuletzt auf über eine Milliarde Euro geschätzt worden. Land und Stadt Stuttgart bezahlen jeweils die Hälfte davon. Auch der Landesrechnungshof hatte Bedenken geäußert und eine Überprüfung der teuren Sanierungspläne angemahnt.

Der Oberbürgermeister von Stuttgart Frank Nopper strahlt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)
Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) ist zufrieden mit dem Beschluss der Landesregierung zur Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft für die Opernsanierung (Archivbild) picture alliance/dpa | Marijan Murat

Stuttgarts Oberbürgermeister Nopper zufrieden

Der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Frank Nopper (CDU), begrüßte die Gründung der Projektgesellschaft. Er hatte zuvor darauf gedrängt, die Sanierung auf den Weg zu bringen. Mit der Projektgesellschaft werde eine solide Grundlage für weitere Entscheidungen geschaffen, sagte er am Dienstag. Und er stellte fest:

"Stadt und Land gehen in Sachen Staatsoper Hand in Hand."

Die Stadt Stuttgart hatte bereits vor einem Jahr einen Grundsatzbeschluss zur Opernsanierung gefasst.

Umstrittene Kreuzbühne

In den Sanierungsplänen für die Oper ist auch eine moderne Kreuzbühne enthalten. Sie spielt eine große Rolle im Streit um die Kosten, denn sie ist teuer. Dafür muss der Littmannbau, in dem die Oper zuhause ist, in Richtung Landtag erweitert werden. Durch die Kreuzbühne sollen Bühnenbilder schneller gewechselt werden können.

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