Baden-Württemberg

Weniger Privatinsolvenzen in Baden-Württemberg

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Bundesweit haben in Baden-Württemberg im ersten Quartal des Jahres mit am wenigsten Privatleute einen Insolvenzantrag gestellt. Die Wirtschaftsauskunftei CRIF zählte in Baden-Württemberg in den ersten drei Monaten des Jahres 20 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner. Absolut seien es 2202 gewesen. Im Bundesdurchschnitt waren es 27 je 100.000 Einwohner. Die nördlichen Bundesländer seien dabei stärker betroffen als der Süden Deutschlands. Bremen führt die Statistik demnach mit 50 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner an, es folgen Niedersachsen (39 Fälle je 100.000 Einwohner) und Hamburg (37). Die wenigsten Privatinsolvenzen verzeichneten Bayern (16), Baden-Württemberg (20) und Thüringen (22). Insgesamt hat es im ersten Quartal 2022 deutlich weniger Verbraucherinsolvenzen gegeben als ein Jahr zuvor. Mit 22.166 Fällen fiel die Zahl der Privatpleiten um gut 30 Prozent niedriger aus. Allerdings waren die Zahlen in den ersten drei Monaten 2021 infolge einer Gesetzesänderung stark gestiegen, die eine Befreiung von der Restschuld schon nach drei statt nach sechs Jahren möglich macht. Etliche Betroffene hatten nach Einschätzung von Experten daher mit ihrem Insolvenzantrag gewartet.

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