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Seit März werden Kinder und Jugendliche in Freiburger Schulen und Kitas mit einem einfachen und kindgerechten Lolli-Test auf Corona getestet. Die Strategie soll jetzt ausgeweitet werden.

Das Projekt mit Corona-Lolli-Tests in Freiburger Kitas und Schulen hat sich bewährt wird nun auf alle Kinder und Jugendliche der Stadt ausgeweitet. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium unterstützt nach eigenen Angaben die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung sowie die flächendeckende Einführung mit mehr als 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Monaten.

Spezielle Corona-Tests für Kinder

Die Stadt setzt seit einigen Wochen auf sogenannte Pool-PCR-Tests. Beim Lolli-Test lutschen die Kinder an einem Wattetupfer wie an Lollis. Die Stäbchen kommen klassenweise gemeinsam in Trommeln und dann ins Labor, wo sie am selben Tag gesammelt untersucht werden.

Nur wenn in dieser Sammeltestung Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt werden, müssen die Kinder am Abend nochmals zum Einzeltest. Positiv Getestete müssen sich isolieren, negativ Getestete können die Schulen weiter besuchen.

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Wissenschaftsministerin lobt Stadt und Uniklinikum

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) lobte den von Stadt und Uni-Klinikum entwickelten Lolli-Test: "Ich freue mich, dass es sich hierbei um eine Testmöglichkeit speziell für Kinder handelt, da sie besonders unter der aktuellen Situation leiden."

So erhoffe man sich etwa Erkenntnisse darüber, an welchen Schultypen das Virus sich besonders stark ausbreite.Es ist geplant, die Teststrategie nach den städtischen Grund- und Förderschulen, Kitas und Kindergärten auch in den weiterführenden Schulen und Privatschulen Freiburgs einzuführen.

Auf lange Sicht könnten dem Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) zufolge auch Behören oder Firmen auf Pooltests zurückgreifen. "Das hat die Chance, zu einem landes- oder bundesweiten Modell zu werden", hatte Horn im April zum Start des Projekts geäußert. Es sei schneller, kostengünstiger, sicherer und nachhaltiger als das Testen mit Schnelltests, so seine Überzeugung.

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