Baden-Württemberg

Pflegebedarf wird künftig weiter stark steigen

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Der Personalbedarf in der Pflege in Baden-Württemberg ist enorm gestiegen und in den kommenden Jahrzehnten wird es noch mehr Beschäftigte in der Branche brauchen. Das teilte das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mit. Ein Grund für den künftig steigenden Bedarf seien die sogenannten Babyboomer, also Menschen, die vor allem Anfang der 1960er Jahre geboren wurden. Viele Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen würden zu dieser vergleichsweise großen Generation gehören und bis 2030 altersbedingt aufhören, dort zu arbeiten. In den Jahrzehnten nach dem Ausstieg steige das Pflegerisiko mit zunehmenden Alter exponentiell an, weshalb es dann noch mehr Pflegekräfte brauche. Die Zahl der Beschäftigten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen im Land hat sich in den vergangenen 20 Jahren bereits fast verdoppelt, so das Statistische Landesamt. In Baden-Württemberg arbeiten demnach vor allem Frauen in der Pflege und in Teilzeit. 84 Prozent der mehr als 140.000 Beschäftigten in der Pflege seien weiblich. Rund 53 Prozent aller Pflegekräfte arbeiten in Teilzeit. Drei Viertel der insgesamt 142.357 Beschäftigten im Jahr 2019 arbeiteten dabei in der stationären Pflege.

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