Themenbild  Symbolfoto Corona-Pille Paxlovid von Pfizer. Anti-Covid-Pille: Regierung kauft eine Million Packungen. Corona-Pille von Pfizer reduziert Klinikrisiko um 90 Prozent.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Sven Simon)

Hilfe gegen schwere Krankheitsverläufe

Hergestellt in Baden-Württemberg: Corona-Medikament Paxlovid geht in den Handel

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Ein Medikament gegen Covid-19 wurde lange erwartet. Bald steht es in den Apotheken im Land. In Freiburg hergestellt, macht Paxlovid Hoffnung auf eine Corona-Therapie.

Der Pharmakonzern Pfizer hat am Mittwoch (23. Februar) mit der Auslieferung des Covid-19-Medikaments Paxlovid in Deutschland begonnen.

Vom Verteilzentrum in Karlsruhe aus gingen die Tabletten an den Pharmagroßhandel, wie eine Sprecherin mitteilte. "Apotheken können das Arzneimittel dort bei Vorliegen einer ärztlichen Verschreibung bestellen und an Patientinnen und Patienten abgeben."

Risiko schwerer Verläufe soll um 89 Prozent sinken

Paxlovid gilt als sehr effektiv vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen - bei ihnen soll es das Risiko von sehr schweren Krankheitsverläufen um 89 Prozent senken.

Seine sehr guten Zwischenergebnisse konnte das Pfizer-Medikament auch zum Abschluss der Studienreihe bestätigen. Während des Studienzeitraums von 28 Tagen erhielten 697 Covid-19-Patientinnen und Patienten Paxlovid, 682 ein Placebo. Während in der Gruppe, die das Medikament erhielt, nur fünf Personen ins Krankenhaus mussten, waren es in der Kontrollgruppe 44.

Zwei Wirkstoffe sollen bei der Kombinationstherapie mit Paxlovid gemeinsam dafür sorgen, dass sich die Corona-Viren im Körper nicht so stark ausbreiten können: Die von Pfizer entwickelte Substanz Nirmatrelvir und das aus der HIV-Therapie bekannte Ritanovir. Gemeinsam hemmen sie ein Enzym des Sars-CoV2-Virus und verlangsamen so seine Verbreitung um Körper.

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"Ärztinnen und Ärzte können das Medikament verschreiben und damit besonders Hochrisikopatienten vor schweren Covid-19-Verläufen schützen, zum Beispiel Menschen im hohen Alter, mit chronischen Erkrankungen oder Krebs", sagte der Medizinische Direktor bei Pfizer in Deutschland, Daniel Kalanovic, nach Unternehmensangaben.

Weltweite Paxlovid-Produktion in Freiburg

Die weltweite Produktion und Verpackung der Arznei finden laut Pfizer in Freiburg statt. Für Deutschland sind nach Angaben der Sprecherin eine Million Packungen für dieses Jahr vorgesehen, von denen etwa 35 Prozent im ersten Halbjahr ausgeliefert werden sollen. Der Inhalt einer Packung reiche für die Behandlung eines Patienten oder einer Patientin.

RLP

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