Ein Mitglied des medizinischen Personals in einem Corona-Testzentrum steckt ein Wattestäbchen nach einem PCR-Abstrich zum Test auf Covid-19 in ein Röhrchen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Michael Kappeler)

Wenn in Baden-Württemberg die Corona-"Warnstufe" kommt

Wann brauche ich als Ungeimpfter einen PCR-Test?

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Sollte in den kommenden Tagen in Baden-Württemberg die Corona-"Warnstufe" kommen, bedeutet das für viele Ungeimpfte: PCR-Testpflicht in vielen Bereichen. Doch wann braucht man einen PCR-Test? Und wie teuer ist der?

Die "Warnstufe" wird ausgerufen, wenn 250 Intensivbetten an zwei Werktagen in Folge mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt sind - oder wenn acht von 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb von fünf Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert worden sind. Es könnte gut sein, dass diese "Warnstufe" in den kommenden Tagen erreicht wird. Dann können Ungeimpfte öffentliche Veranstaltungen, Museen, Theater, Kinos oder Restaurants nur noch mit negativem PCR-Test besuchen - und müssen diesen auch selbst bezahlen. Die günstigeren PCR-Pooltests sind laut Ministerium nicht gültig. Auch ein Antigen-Schnelltest als Nachweis reicht laut Landesregierung nicht mehr aus.

Wann braucht man einen PCR-Test?

Für Menschen ohne Impfnachweis gelten ab der "Warnstufe" an vielen Orten eine PCR-Testpflicht. Der einfachere Schnelltest reicht oftmals nicht mehr aus. Ein negativer PCR-Testnachweis ist erforderlich bei:

  • Öffentlichen Veranstaltungen oder Kultureinrichtungen (Theater, Oper, Konzerte, Museen)
  • Messen, Ausstellungen, Kongressen
  • Gastronomie und Vergnügungsstätten (Restaurants, Kneipen, Spielhallen)
  • Freizeiteinrichtungen
  • Touristischer Verkehr (Schifffahrt, Seilbahnen)
  • Sport

Sollten diese Einrichtungen oder Tätigkeiten im Freien sein, ist bei Menschen ohne Impfnachweis ein Schnelltest ausreichend. Eine komplette Übersicht, wann ein PCR-Test oder ein Schnelltestnachweis erforderlich ist, finden Sie hier.

Ausnahmen von der PCR-Testpflicht

Ausgenommen von der PCR-Testpflicht in der "Warnstufe" sind Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Dazu zählen auch Schwangere und Stillende, heißt es in der Corona-Verordnung. Für sie gibt es erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). 

Wo bekommt man einen PCR-Test? Und wie lange ist dieser gültig?

Im Gegensatz zu den sogenannten Antigen-Schnelltests muss man bei den PCR-Tests ein bis zwei Tage auf das Ergebnis aus einem Labor warten. Laut der Corona-Verordnung Corona-Verordnung des Landes ist ein PCR-Test 48 Stunden lang gültig. Laut Ministerium zählt dabei der Zeitpunkt des Testbefundes beziehungsweise des Testergebnisses. Also das Datum beziehungsweise die Uhrzeit, die auf der Testbescheinigung steht.

PCR-Tests gibt es beim Hausarzt oder in den Corona-Testzentren. Dabei variiert der Preis für eine Testung von um die 50 Euro bis 150 Euro je nach Anbieter. Nach der neuen Corona-Verordnung müssen Ungeimpfte und Nicht-Genesene die Kosten für den PCR-Test inzwischen selbst tragen.

Kontaktbeschränkungen für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene

In der "Warnstufe" gibt es zudem Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und nicht nachweislich genesene Personen. Ein Haushalt darf sich mit fünf weiteren Personen treffen. Paare gelten als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenleben. Weitere Beschränkungen für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene gibt es nach der "Warnstufe" bei der "Alarmstufe". Diese gilt bei der Belegung von mehr als 390 Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen mit Corona-Patienten oder wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge bei zwölf liegt.

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Wann wird die "Warnstufe" wieder aufgehoben?

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