Symbolfoto: Gestellte Aufnahme zum Thema Hasskommentare in Sozialen Netzwerken. (Foto: IMAGO, IMAGO / photothek)

Hasskriminalität nimmt zu

Hetze im Netz: Online-Anlaufstelle in BW startet

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Twitter, Facebook und Instagram: Jeder und Jede kann ganz schnell zum Opfer von Hasskriminalität im Internet werden. In BW soll jetzt eine zentrale Anlaufstelle Betroffenen helfen.

Hass im Netz begegnet uns allen, vor allem in den sozialen Netzwerken, wo es häufig zur so genannten "Hate Speech" kommt, also Hass- und Gewaltäußerungen gegen einen selbst oder andere. Im zurückliegenden Jahr sind die Fälle von Hasskriminalität laut dem Innenministerium in Baden-Württemberg verglichen zu 2020 weiter angestiegen. Das hängt demnach auch mit der Bundestagswahl und der Coronapandemie zusammen. Fast die Hälfte der insgesamt 883 registrierten Taten 2021 wurde im Internet verübt.

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Schnelle Anzeigemöglichkeiten für Opfer

Beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg gibt es zur Bekämpfung von Hass und Hetze eine zentral angesiedelte Task Force. Diese hat nun eine Online-Anlaufstelle entwickelt. Am Dienstag ist die Initiative "Toleranz im Netz" gestartet.

Dort sollen Opfer von Hasskriminalität im Internet schnell die erforderliche Hilfe und Beratung bekommen. Außerdem gibt es verschiedene Links zu Anzeigemöglichkeiten und Meldestellen sowie Hilfs- und Beratungsangeboten. Für unterschiedliche Zielgruppen gibt es auf der Website auch Präventionsangebote.

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Strobl: "Wegschauen ist ein böser Vorbote eines vergifteten Gesellschaftsklimas"

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) nannte die neue Online-Anlaufstelle einen wichtigen Baustein zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet. "Immer wieder und gerade im Netz müssen wir leider erleben: Aus hasserfüllten Gedanken werden Worte und aus Worten werden Taten," so Strobl.

Das fange beim Wegschauen, beim Weghören, beim Verharmlosen an - das seien die bösen Vorboten und der vergiftete Nährboden eines vergifteten gesellschaftlichen Klimas. "Dem stellen wir uns mit aller Entschlossenheit entgegen," betonte der Landesinnenminister.

Freiburg

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