Eine Kundin steht am Dienstag (08.09.2009) in Stuttgart vor der Gemüseauslage eines Bio-Supermarktes der Basic-AG.  (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/ dpa)

Verbraucherschutzminister stellt Ökomonitoring 2020 vor

Corona in BW: Bio-Produkte boomen - Qualität leidet offenbar nicht

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Die Pandemie hat sich auf die Nachfrage nach Bio-Produkten ausgewirkt. Laut Baden-Württembergs Ökomonitoring 2020 kam es dabei aber zu keinem Qualitätsverlust bei den Lebensmitteln.

Die Bio-Ernährung hat in der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Baden-Württembergs Verbraucherminister Peter Hauk viele weitere Fans gewonnen. "Ich hoffe, dass viele den Zugang zu Bio- und zu regionalen Produkten gefunden haben und dabei auch bleiben", sagte der CDU-Politiker am Montag in Stuttgart. Der Minister kündigte eine Marketingkampagne an, mit der das Land den Trend der vergangenen eineinhalb Jahre aufgreifen möchte.

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Mehr Menschen kochen zu Hause - mehr Öko-Produkte

Nach Angaben des Ministers haben während der Corona-Krise auch in Baden-Württemberg deutlich mehr Menschen selber und zu Hause gekocht - auf den Tisch kam dabei verstärkt ökologisch produzierte Ware. "Den Trend gab es und er hält auch an", sagte Hauk. Trotz des bundesweiten Anstiegs um 22 Prozent und eines Rekordumsatzes im Jahr 2020 haben Qualität und Sicherheit von Bio-Lebensmitteln allerdings nicht gelitten, wie aus dem neuen Ökomonitoring-Bericht hervorgeht. "Wo Bio draufsteht, ist in den allermeisten Fällen auch Bio drin", heißt es darin.

Der SWR berichtete im Januar über einen Bio-Großhändler aus Eichstetten (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald):

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Fälle von irreführender Öko-Kennzeichnung

Für den Bericht haben die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs (CVUAs) 2020 rund 580 Öko-Produkte untersucht - von Obst und Gemüse bis hin zu Käse, Eiern und Grünkern. "Wie in den Vorjahren gab es Einzelfälle, in welchen weitere Recherchen erforderlich waren", sagte Hauk. So habe es bei Untersuchungen auf Pestizid-Rückstände in neun von 343 Öko-Produkten eine irreführende Öko-Kennzeichnung gegeben, da erhöhte Rückstandsgehalte gefunden wurden.

Bei Eiern aus ökologischer Erzeugung gab es keine Beanstandung. "Auch der Bio-Milch können die Menschen vertrauen", sagte Hauk. "Alle 42 entsprechend ausgelobten Proben waren, wie in den Vorjahren, unauffällig."

Bericht soll Verbrauchertäuschung vorbeugen

In dem Monitoring werden jedes Jahr gezielt Hunderte von Öko-Lebensmitteln untersucht. Nach Angaben des Verbraucherministeriums ist das Monitoring bundesweit einzigartig. Es wird seit dem Jahr 2002 durchgeführt.

Untersucht wird auf Pestizidrückstände, gentechnisch veränderte Organismen, Schadstoffbildung bei der Verarbeitung oder die Art der Fütterung bei der Eierproduktion. "Damit sollen in dem stark wachsenden Öko-Marktsegment Verbrauchertäuschungen besser erkannt werden", heißt es vonseiten des Ressorts.

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