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Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin arbeitet an einem Plan für die Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten - nach SWR-Informationen in Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Ein gemeinsames Konzept für den Neustart in Hotels, Restaurants und Tourismusbetrieben soll verhindern, dass jedes Land eigene Regeln macht und womöglich Konkurrenz über Landesgrenzen hinweg entsteht. Und es soll vor allem die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten überzeugen, die kommende Woche gemeinsam mit der Bundeskanzlerin grundsätzlich über weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen beraten.

Nicole Hoffmeister-Kraut  (Foto: dpa Bildfunk, Archivbild)
Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut will Hotellerie und Gastronomie Perspektive bieten. Archivbild

Die Gastrobranche brauche dringend eine Zukunftsperspektive, meint die baden-württembergische Wirtschaftsminister Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Sie kann sich vorstellen, dass Hotels und Restaurants ab dem 4. Mai schrittweise wieder öffnen, beginnend zum Beispiel mit Gartenwirtschaften. Voraussetzung wären verbindliche Hygieneregeln für alle Gastronomiebetriebe.

Doch schon die Zeitplanung sehen nicht alle Bundesländer gleich. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Pfingsten - knapp einen Monat später - als möglichen Termin für eine Öffnung der Gastronomie genannt.

IHK: Chancengleichheit für Gastronomen verschiedener Bundesländer

Eine einheitliche Regelung wäre sicher wünschenswert. Das sieht auch die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) so. Sie fordert Chancengleichheit für Gaststätten und Hotels im Grenzgebiet von Bayern und Baden-Württemberg.

Die IHK sieht in den unterschiedlichen Terminplänen von Baden-Württemberg und Bayern "neues Konfliktpotenzial", wie die Kammer am Mittwoch in Augsburg mitteilte. Bereits in den vergangenen Wochen hätten rund 10.000 grenznahe Einzelhändler in Bayerisch-Schwaben unter den unterschiedlichen Corona-Vorschriften in den zwei Bundesländern gelitten. So seien Bau- und Gartenmärkte in Baden-Württemberg auch während des Shutdowns geöffnet gewesen, während sie in Bayern geschlossen worden seien. Nun hätten nach der Lockerung der Maßnahmen auch die kleineren Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche in Baden-Württemberg eine Woche früher öffnen dürfen als die bayerischen Läden, die erst am kommenden Montag wieder aufsperren dürfen.

Die IHK hofft darauf, dass die Ministerpräsidenten Söder und Winfried Kretschmann (Grüne), die an diesem Donnerstag in Ulm über die weiteren Corona-Maßnahmen beraten, nun einheitliche Regelungen finden.

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