Landwirt prüft Zwetschgen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Patrick Seeger)

Weniger Äpfel und Zwetschgen

Unwetter in Baden-Württemberg haben Obstbauern die Ernte vermiest

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Die Unwetter der vergangenen Monate haben den Obstbauern in Baden-Württemberg die Ernte ziemlich vermiest. Vor allem Pflaumen, Zwetschgen und Äpfel müssen darunter leiden.

Nach ersten Schätzungen des Statistischen Landesamts werden in diesem Jahr deutlich weniger Pflaumen und Zwetschgen erwartet als im Vorjahr. Auch die Zahl der Äpfel werde sehr wahrscheinlich zurückgehen, teilte die Behörde mit. Ein einheitliches Bild sei aber nicht zu erwarten. "Neben sehr guten Aussichten aufgrund der guten Wasserversorgung wurden von den Obstberichterstattern auch Ernteeinbußen durch Blütenfrost und starken Juni-Fruchtfall bei Äpfeln gemeldet", hieß es.

In diesem Jahr ist mit etwa 337.000 Tonnen Äpfeln zu rechnen, das wären 16 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Die Erntemenge läge aber noch im Bereich des Durchschnitts der vergangenen Jahre. Hauptsorten in Baden-Württemberg bleiben Elstar (46.000 Tonnen), Jonagold (37.000 Tonnen) und Gala (36.000 Tonnen). Zumindest rein rechnerisch isst jeder Mensch in Baden-Württemberg also etwa 33 Kilo Äpfel im Jahr.

Weniger Zwetschgen und Pflaumen, dafür mehr Mirabellen

Deutlich seien dagegen die Einbußen bei den Pflaumen und Zwetschgen, teilte das Landesamt weiter mit. Grund sei der starke Blütenfrost. "Die Prognosen gehen derzeit von einer Erntemenge von 10.000 Tonnen aus, das wäre knapp die Hälfte des Vorjahres", hieß es. Dagegen zeichnet sich nach den Erwartungen mit 2.100 Tonnen und einem Zuwachs von 23 Prozent eine gute Mirabellenernte ab.

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SWR