Feldbetten stehen in einer Notunterkunft für ukrainische Flüchtlinge. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Julian Weber)

Vorbereitung für den Krisenfall

Krieg, Hitze, Stromausfall: BW-Regierung unterstützt Planung von Notfalltreffpunkten

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Eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger im Krisenfall: Die Landesregierung forciert Planungen für den Ernstfall. Im Fokus stehen Notfalltreffpunkte in den Kommunen.

Notfalltreffpunkte sollen aus Sicht des baden-württembergischen Innenministeriums im ganzen Land im Krisenfall die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Krieg, Hitze, Stromausfall: Notfalltreffpunkte als Anlaufstelle im Extremfall

Das Land hat am Mittwoch eine entsprechende Rahmenempfehlung für die Planung und den Betrieb von Notfalltreffpunkten für die Kommunen veröffentlicht. "Ob der Krieg in der Ukraine, ein Cyberangriff oder Hitzesommer mit extremem Niedrigwasser: Wir sind verwundbar und müssen uns deshalb bestmöglich auf kritische Situationen vorbereiten", sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU).

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod (Archivbild))
Thomas Strobl (CDU) picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod (Archivbild)

Schutz für die Bevölkerung in einer Notsituation

Für die Folgen eines länger andauernden, lokalen oder großflächigen Stromausfalls müssten Maßnahmen getroffen werden. In den Notfalltreffpunkten sollen betroffene Bürgerinnen und Bürger Schutz finden, Erste Hilfe oder Informationen zur Lage erhalten, mit Wasser und Lebensmitteln versorgt werden.

"Örtliche Notfalltreffpunkte sind ein wichtiger kommunaler Ansatz zum Schutz der Bevölkerung im Ernstfall", erklärte Strobl. Die Rahmenempfehlung umfasse neben Hinweisen zur Planung und dem Betrieb von solchen Treffpunkten auch ein einmaliges Ausstattungsset für Kommunen - dazu gehörten zum Beispiel eine Notstromversorgung und Erste-Hilfe-Notfallsets.

Beauftragter für Bevölkerungsschutz lobt Vorhaben

Der Beauftragte für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement, Matthias Miller (CDU), begrüßte die Initiative des Innenministeriums.

"Unser Ziel ist es, dass in jeder Gemeinde in Baden-Württemberg Notfalltreffpunkte eingerichtet werden."

Die Rahmenempfehlung für die Planung und den Betrieb von Notfalltreffpunkten sei dafür ein wichtiger Schritt. Die Kommunen könnten nun loslegen. Miller schlug vor, eine im Internet abrufbare Karte von Baden-Württemberg mit den Notfalltreffpunkten zu erstellen. Damit diese "im Ernstfall eine tatsächliche Hilfe sind, muss die Bevölkerung vorab wissen, wo sie sich befinden", so Miller.

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