Jacken und Taschen hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska)

Vor Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag

Unabhängig von Corona-Inzidenz: Normalbetrieb für Kitas in Baden-Württemberg gefordert

STAND

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz fordern Eltern und Kitas eine Rückkehr zum Normalbetrieb. Möglich machen soll das ein dreistufiges Vorgehen.

Ein kindgerechtes Testungskonzept, eine Impfkampagne für Mitarbeitende und Eltern und der vermehrte Einsatz von Luftfiltern - einen Tag vor der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder haben sich die Landeselternvertretung baden-württembergische Kindertageseinrichtungen (LEBK) und der Deutsche Kitaverband Baden-Württemberg (DKV) mit einem gemeinschaftlichen Papier an die Landesregierung gewandt. Dem frühkindlichen Bereich solle endlich die Aufmerksamkeit zukommen, der ihm gebührt, heißt es darin.

Trotz Corona: Normalbetrieb in Kitas und Kindergärten gefordert

Die Folgen der Kita-Schließungen für Kinder würden immer deutlicher werden, so die Vertreterinnen und Vertreter des LEBK und des DKV. Deshalb fordern sie eine Rückkehr zu einem neuen Normalbetrieb. Kindergärten und Kitas würden dann inzidenzunabhägig offen bleiben. Für die Umsetzung ist dabei ein dreistufiges Konzept vorgesehen:

  1. Ein kindgerechtes Testkonzept für Mitarbeitende und Kinder, das vor allem bei hohen lokalen Inzidenzen zum Tragen kommen soll.
  2. Eine Impfkampagne für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Eltern der Kinder.
  3. Der Einsatz von Luftfiltergeräten in schlecht zu lüftenden Räumen.

Es solle ein "grundsätzlicher Infektionsschutz" enstehen. Heißt: Auch bei niedrigen Inzidenzen solle es ein freiwilliges Testangebot für Mitarbeitende und Kinder geben. Bei höheren Inzidenzen würde das Angebot verpflichtend werden.

Quarantänebedingte Schließungen verhindern

Das Konzept des LEBK und des DKV geht noch einen Schritt weiter. So sollen auch Quarantänebedingte Schließungen zukünftig vermieden werden. Bei einem positiven Testergebnis soll nur der oder die positiv Getestete in Quarantäne. Alle weiteren Mitarbeitenden und Kinder sollen demnach nur - wenn notwendig über mehrere Tage hinweg - getestet werden.

Appell an die Regierung: "Kinder und Familien zuerst"

Laut LEBK und DKV hätten Kinder in der Pandemie starke Einschränkungen hingenommen, um andere zu schützen. Frei nach dem Motto "Kinder und Familien zuerst" fordern sie deshalb, die Belange von Familien zu unterstützen - und zwar bevor Großveranstaltungen, Konzert- und Stadionbesuche wieder zum Alltag gehören.

Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag soll Klarheit schaffen

Am Dienstag treffen sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. Bereits am Montag diskutiert der Sozialausschuss im baden-württembergischen Landtag über die weitere Corona-Strategie.

Maximal 2.500 Euro pro Gerät Corona: Kommunen in BW können ab Montag Luftfilter für Schulen bestellen

Die Schulen in Baden-Württemberg können ab Montag Luftfilter für ihre Klassenzimmer bestellen. Laut einer Richtlinie der Landesregierung übernimmt das Land bis zu 50 Prozent der Kosten.  mehr...

Freiburg

Gewerkschaftsvorsitzende im SWR-Interview GEW beklagt die schleppenden Corona-Pläne fürs neue Schuljahr

Wie geht's in Schulen nach den Ferien weiter? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist beunruhigt, ihre Landesvorsitzende Monika Stein wütend.  mehr...

STAND
AUTOR/IN