Ein speziell geschulter Mitarbeiter eines Unternehmens führt bei einem Kollegen in einem zum Testraum umfunktionierten Produktionsreinraum einen Corona-Schnelltest durch. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat (Symbolbild))

Pandemie-Maßnahmen angepasst

Änderung bei Quarantäne in BW seit Montag - neue Corona-Regeln für PCR-Tests

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Fast täglich ändern sich zurzeit die Corona-Regeln: Seit Montag gelten
in Baden-Württemberg neue Quarantäne-Maßnahmen. Am Samstag machte der Bund neue Vorgaben für PCR-Tests.

Neue Quarantäne-Regeln für Beschäftigte aus kritischer Infrastruktur

Seit Montag ist in Baden-Württemberg eine neue Quarantäne-Verordnung in Kraft. Krankenhäuser, Strom- oder Trinkwasserversorger können Beschäftigte an Schlüsselpositionen aus der Quarantäne holen, wenn die Funktionsfähigkeit des Betriebs bedroht ist. Dies gilt für Kontaktpersonen und enge Haushaltsangehörige von Corona-Infizierten. Dabei dürfen die Beschäftigten selbst nicht infiziert sein, um weiterarbeiten zu können.

Mit den gelockerten Quarantäne-Regeln will die baden-württembergische Landesregierung personelle Engpässe im Gesundheitswesen oder bei Sicherheitseinrichtungen verhindern, die aufgrund der schnellen Ausbreitung der Omikron-Virusvariante entstehen könnten. Ziel ist es nach Angaben von Sozial- und Innenministerium, die Grundversorgung sicherzustellen.

PCR-Tests nur nach positivem Schnelltest - Warnmeldung reicht nicht

Bereits seit Samstag greifen neue Regeln für den Anspruch auf PCR-Tests: Die besonders genauen PCR-Tests gibt es künftig nur noch nach einem positiven Antigen-Schnelltest von einer Teststelle. Die angepasste Teststrategie der Bundesregierung tritt damit in Kraft. Ziel sei es, die Testkapazitäten aufgrund der aktuell stark steigenden Infektionszahlen noch gezielter als bislang einzusetzen.

Eine rote Warnmeldung auf der Corona-Warn-App reicht demnach nicht mehr aus, um einen PCR-Test zu bekommen - auch hier wird künftig ein positiver Antigen-Schnelltest benötigt. Um sich vorzeitig aus einer Isolierung als infizierte Person oder einer Quarantäne als Kontaktperson von Infizierten "freizutesten", sollen künftig Schnelltests reichen.

Bei Labor-Auswertungen sollen PCR-Tests von Risikopatienten und Menschen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten vorrangig zum Zuge kommen. Auch sie müssen aber zunächst einen positiven Antigen-Schnelltest haben.

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Teststrategie an Schulen am Dienstag abgesegnet

Daneben hat Baden-Württembergs Landesregierung am Dienstag, 8. Februar, die Teststrategie für Schulen und Kitas abgesegnet: Die regelmäßigen Corona-Tests in Schulen und Kindertagesstätten werden demzufolge bis zu den Osterferien, also bis Mitte April, fortgesetzt. Das Kultusministerium hatte am Dienstag erklärt, wer frisch geimpft oder genesen ist oder eine Booster-Impfung bekommen hat, muss sich künftig nicht mehr regelmäßig testen lassen. Das gilt für Schülerinnen und Schüler, sowie für Lehrkräfte und Kita-Personal. Bislang waren nur Geboosterte von der Testpflicht ausgenommen.

Ungeimpfte müssen weiterhin dreimal pro Woche einen Schnelltest machen oder zweimal pro Woche einen PCR-Test. Das gilt auch für Geimpfte oder Genesene, deren Zweitimpfung oder Genesung schon mehr als drei Monate zurückliegt und die nicht geboostert sind. Für alle, die sich freiwillig testen lassen wollen, stellt das Land künftig zwei kostenlose Tests pro Woche zur Verfügung.

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