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Wechselunterricht, Autokinos und Maskenpflicht für Kinder: Seit Montag gelten in Baden-Württemberg einige Corona-Lockerungen, aber auch -Verschärfungen. Ein Überblick über das Neue.

Grundschulen: Maskenpflicht auch im Unterricht

Ab Montag (22. März) müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an Grundschulen auch im Unterricht eine medizinische Maske oder FFP2-Maske tragen. Damit reagiert die Landesregierung auf heftige Kritik unter anderem von Gewerkschaften und Verbänden. An den weiterführenden Schulen in den 5. und 6. Klassen sowie in den Abschlussklassen besteht bereits eine Maskenpflicht im Unterricht. Auch hier reichen ab Montag keine Alltagsmasken mehr.

Medizinische Masken auch für Kinder Pflicht

Bisher galt für Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren bei der Maskenpflicht eine Ausnahme: Sie durften auch zum Beispiel im Einzelhandel oder in Bus und Bahn eine Alltagsmaske tragen, während für alle Personen ab 15 Jahren eine medizinische oder FFP2-Maske vorgeschrieben war (die sogenannte erweiterte Maskenpflicht). Diese Ausnahme fällt nun weg. In allen Bereichen, in denen eine medizinische oder FFP2-Maske getragen werden muss, gilt diese Pflicht nun auch für Kinder. Kleine Kinder von 0 bis 5 Jahren sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. Eine Übersicht über alle Bereiche, in denen die erweiterte Maskenpflicht gilt, finden Sie hier.

Maskenpflicht in Kitas und Co.

Das Personal in Kitas, Grundschulförderklassen, Horten und Schulkindergärten muss ab Montag eine Maske tragen - außer im "ausschließlichen Kontakt mit den Kindern". Die Einrichtungen können allerdings auf eigene Faust auch strengere Regeln verhängen.

Wechselunterricht an weiterführenden Schulen

Die 5. und 6. Klassen waren am Montag gerade erst wieder in den Präsenzunterricht an den Schulen zurückgekehrt. Jetzt erlaubt die Landesregierung - anders als zunächst geplant - doch Wechselunterricht für diese Klassenstufen. Hintergrund ist, dass in manchen Schulen der Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden konnte. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte eine Rückkehr in den Präsenzunterricht ohne "förmliches Abstandsgebot" vorgesehen. Daran hatte es massive Kritik gegeben.

Auch an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren ist ab Montag Wechselunterricht in allen Klassenstufen zugelassen.

Nachhilfeunterricht in kleinen Gruppen

Nachhilfeunterricht in Gruppen von bis zu fünf Schülerinnen und Schülern darf wieder in Präsenz stattfinden. "Auch hier gilt die erweiterte Maskenpflicht", heißt es in der Verordnung.

Unterricht an Musik- und Kunstschulen

Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen Unterricht anbieten, wenn die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Aber: In Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 dürfen sie nur Online-Angebote machen.

Schnelltestpflicht bei Physiotherapie und Co. fällt weg

In der Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Podologie sowie medizinische Fußpflege ist kein Schnelltest mehr erforderlich, wenn bei der Behandlung keine Maske getragen werden kann.

Autokinos dürfen wieder öffnen

Autokinos dürfen wieder öffnen. Autokonzerte und Autotheater sind ebenfalls wieder möglich.

Seminare von Fahrschulen

Fahrschulen dürfen wieder Aufbauseminare und Fahreignungsseminare durchführen. Die praktische Ausbildung ist bereits seit 8. März mit medizinischer oder FFP2-Maske wieder erlaubt. Theorieunterricht darf nur online stattfinden. 

Neue Verschärfungen deuten sich an

Alle Änderungen gelten ab Montag, 22. März 2021. Bereits am Montag könnten bei den Bund-Länder-Gesprächen jedoch erneut neue Regeln beschlossen werden. Lockerungen wird es wohl nicht geben. Unter anderem Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fordert angesichts steigender Zahlen härtere Maßnahmen.

Es ist nie ausgeschlossen, dass sich von offizieller Seite kurzfristig etwas ändert. Die jeweils gültige und rechtsverbindliche Fassung der Corona-Verordnung finden Sie auf www.baden-wuerttemberg.de

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