Eine Frau sitzt in ihrer Wohnung und schaut aus dem Fenster (Symbolbild). Die Quarantäne- und Isolationszeit in Rheinland-Pfalz wird nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz auf zehn Tage verkürzt. Freitesten aus der Quarantäne ist für Kontaktpersonen nach sieben Tagen möglich, weitere Ausnahmen gibt es für Kinder und Geboostere. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Nach Bund-Länder-Beschlüssen

Corona-Pandemie in BW: Neue Quarantäne-Regeln gelten ab Mittwoch

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Ab Mittwoch gelten in Baden-Württemberg neue Quarantäne-Regeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen. Die Regelungen der Alarmstufe wurden verlängert.

Ab Mittwoch (12.1.) gelten in Baden-Württemberg neue Regeln für Menschen, die wegen des Coronavirus' in Quarantäne müssen. Das bestätigte Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) auf der Regierungspressekonferenz am Dienstagmittag.

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Keine Quarantäne bei Kontakt für Geboosterte und frisch Geimpfte

Wie von Bund und Ländern beschlossen, werden Kontaktpersonen von Infizierten künftig von der Quarantäne befreit, wenn sie die Auffrischungsimpfung bekommen haben oder die zweite Impfung weniger als drei Monate zurückliegt. Die Frist von drei Monaten gilt auch für eine Genesung.

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Als frisch doppelt geimpft oder genesen gilt, wessen Impfung bzw. Erkrankung weniger als drei Monate her ist.

Quelle: Bund-Länder-Beschluss vom 7.1.2022

Entlassung aus der Quarantäne nach sieben Tagen mit Test

Für Infizierte oder nicht geimpfte Kontaktpersonen gelten zehn Tage Quarantäne, die verkürzt werden kann: nach sieben Tagen mit einem negativen PCR- oder einem zertifizierten Schnelltest. Auf SWR-Nachfrage bestätigte ein Sprecher des Sozialministeriums, dass diese Regel auch rückwirkend, zum Beispiel für bereits isolierte Infizierte, gilt. Wer also bis einschließlich 11.1. noch zu den alten Regeln in Isolation musste, kann sich nun ebenfalls bereits nach sieben Tagen "freitesten."

Für Schülerinnen und Schüler, die als Kontaktperson gelten, ist die Verkürzung der Quarantänezeit durch einen negativen PCR- oder einem Antigenschnelltest bereits nach fünf Tagen möglich. Ansonsten beläuft sich die Zeit der Quarantäne ebenfalls auf zehn Tage und kann nach sieben Tagen mit einem negativen PCR-Test der zertifizierten Antigenschnelltest verkürzt werden. Beschäftigte von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe können die Quarantäne ausschließlich mit einem negativen PCR-Test und 48 Stunden Symptomfreiheit vorzeitig beenden.

Kritische Infrastruktur soll gesichert werden

Bisher galt für Kontaktpersonen einer mit der Omikron-Variante infizierten Person eine strikte Quarantäne von 14 Tagen, die nicht durch einen negativen Test vorzeitig beendet werden konnte. Durch die Lockerung der Quarantäne-Regeln soll die Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur sichergestellt werden. Verkürzte Quarantäne-Zeiten sollen etwa das Gesundheitswesen oder Polizei und Feuerwehr vor Personalmangel schützen.

Regeln der "Alarmstufe II" werden verlängert

Auf der Regierungspressekonferenz kündigte Lucha außerdem die Verlängerung der "Alarmstufe II" für einen "Übergangszeitraum von drei Wochen" an. Maßgeblich sei dafür die "zeitnah zu erwartende exponentielle Ausbreitung der Omikron-Variante". Das grün-schwarze Kabinett habe die Anpassung der Corona-Verordnung am Vormittag einstimmig beschlossen. Die Bestimmungen der "Alarmstufe II" gelten also weiter, auch wenn die damit verbundenen Grenzwerte im Land inzwischen unterschritten werden.

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Hätte Baden-Württemberg aufgrund der unterschrittenen Grenzwerte nun die Maßnahmen gelockert und die "Alarmstufe I" ausgerufen, wären damit die vereinbarten Beschränkungen der jüngsten Bund-Länder-Runde unterschritten worden. In der "Alarmstufe I" würde in Baden-Württemberg etwa 2G in der Gastronomie gelten und Diskotheken dürften wieder öffnen.

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