Das Logo der IHK an einem Gebäude (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa, Marijan Murat)

Verband fordert Hilfe von der Landesregierung

Unternehmen in Baden-Württemberg suchen Nachfolger

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Generationenwechsel: Mehr als 27.000 Unternehmen in Baden-Württemberg stehen einer Studie zufolge vor der Übergabe an einen neuen Inhaber. Diesen gibt es allerdings oft noch nicht.

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) fordert von der grün-schwarzen Landesregierung mehr Unterstützung beim Thema Unternehmensnachfolge.

Präsident Wolfgang Grenke sagte in Stuttgart: "Wir brauchen unbedingt eine Nachfolgekampagne, um alle für das Thema zu sensibilisieren." Die Corona-Pandemie habe die Problematik noch einmal verschärft. "Notwendig ist zugleich ein landeseigenes Programm, um die potenziellen Übergeber von Betrieben intensiv zu beraten. Das gab es schon einmal in der Vergangenheit mit dem Coachingprogramm des Landes."

Grenke: Vielen Betrieben droht die Stilllegung

Eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) weist für Baden-Württemberg für den Zeitraum 2022 bis 2026 insgesamt 27.300 Unternehmen aus, die zur Übergabe an einen Nachfolge-Inhaber anstehen. Grenke erklärte weiter, vielen Betrieben im Land drohe die Stilllegung, weil die Nachfolge zu spät vorbereitet werde oder sich kein geeigneter Nachfolger finde.

Somit bleibe der Generationenwechsel ein hochaktuelles Thema. Er habe große Bedeutung hinsichtlich Wertschöpfung und Erhalt von Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg.

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